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  • Umfrage zu Bundestagswahl: Mehrheit erwartet Machtverlust der Union nach Merkel

Mehrheit erwartet Machtverlust der Union am Ende der Ära Merkel

  • In Deutschland macht sich sachte eine politische Wechselstimmung breit.
  • Ein knappe Mehrheit erwartet, dass die Union nach der Bundestagswahl das Kanzleramt räumen muss.
  • Dass Vizekanzler Scholz an die Stelle Merkels rücken kann, glaubt jedoch nur jeder Fünfte, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des RND zeigt.
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Berlin. Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger geht davon aus, dass die Union nach der Bundestagswahl im September das Kanzleramt abgeben muss. So meinen 54 Prozent der Wahlberechtigten, dass das Ende der Kanzlerschaft Merkels auch das Ende der Regierungszeit der Union ist. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) hervor. Befragt wurden am 15. und 16. März 1004 Wahlberechtigte.

Bei den Unionsanhängern fällt die Antwort auf die Frage des Machtverlusts anders aus. Nur 29 Prozent der CDU-Anhänger und 24 Prozent der CSU-Anhänger rechnen mit einem Ende der Kanzlerschaft der Union durch die Bundestagswahl. Die Anhänger aller anderen Parteien sehen sehr wohl einen Wechsel in Sicht. SPD-Anhänger zu 69 Prozent, Grüne 71, Linke 73, FDP 53 und AfD 60.

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Nur 20 Prozent glauben an einen Kanzler Scholz

Die SPD hofft, dass ihr Kanzlerkandidat und amtierender Vizekanzler Olaf Scholz die Lücke füllen wird, die Merkel hinterlassen dürfte. Die Sozialdemokraten setzen darauf, dass Scholz „als derjenige bewertet wird, der aufgrund seiner langen Erfahrung in Regierungsämtern der beste Nachfolger von Merkel sei“, erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner. „Doch diese Einschätzung teilen nur 20 Prozent aller Wahlberechtigten.“ Selbst von den SPD-Anhängern glauben dies nur 54 Prozent.

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Die von der Opposition geforderte Kabinettsumbildung halten nur 27 Prozent der Wahlberechtigten für sinnvoll, wie die Forsa-Umfrage weiter zeigt. Eine Mehrheit von 54 Prozent ist dagegen. Die größte Zustimmung für eine Kabinettsumbildung kommt von AfD-Anhängern mit 42 Prozent, gefolgt von Anhängern der FDP (37 Prozent). Die geringsten Zustimmungswerte finden sich bei CDU (20 Prozent), Grünen (22) und CSU (24). Unter den SPD-Anhängern halten 25 Prozent eine Kabinettsumbildung für sinnvoll, bei den Linken-Anhängern sind es 28.

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Auf die Frage, wer die Verantwortung für die Schlappe der CDU bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz trage, nannten 49 Prozent der Befragten die Schwäche der CDU. Nur 32 Prozent sehen die Ursache in der Corona-Politik der Bundesregierung. 7 Prozent sehen sie bei CDU-Chef Armin Laschet.

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