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Umfrage: Scholz wird deutlich unbeliebter – während die SPD gewinnt

Schlechte Umfragewerte für den designierten Bundeskanzler Olaf Scholz.

Köln. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz verliert im aktuellen „RTL-Trendbarometer“ deutlich an Zustimmung. Obwohl Scholz den Koalitionsvertrag mit seinen Partnern von den Grünen und der FDP unterzeichnet hat und an diesem Mittwoch zum Kanzler gewählt werden wird, kann Scholz einen ähnlichen Erfolg nicht bei den Befragten verzeichnen.

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So halten lediglich 34 Prozent der Befragten Scholz für sympathisch. Gut 30 Prozent finden, Scholz sei vertrauenswürdig. Gegenüber der Wahl verliert Scholz bei den Wählern vor allem, wenn sein Können als Krisenmanager gefragt ist. Nur 15 Prozent halten Scholz für tatkräftig. Nur jeder Zehnte glaubt, dass Scholz Probleme rechtzeitig erkennt. Noch vor der Wahl trauten das in der gleichen Umfrage immerhin 22 Prozent zu.

Ernüchternder Vergleich mit Angela Merkel

Ähnlich ernüchternd sind die Ergebnisse des „Trendbarometers“ für Scholz im direkten Vergleich mit seiner Vorgängerin Angela Merkel. So glaubt mehr als ein Viertel der Deutschen, dass Scholz das Land schlechter regieren werde, als Merkel. Die Mehrheit sieht in Scholz die kontinuierliche Weiterführung des Führungsstils Merkels. Der Anteil der Deutschen, die erwarten, dass Scholz die Bundesrepublik besser regieren wird als Merkel, ist mit 11 Prozent gering.

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Obwohl Scholz als geschäftsführender Finanzminister seit der Wahl noch nicht offiziell als neuer Corona-Lenker wirken konnte, empfinden mehr als zwei Drittel der Deutschen, das sich Scholz bislang nicht im ausreichendem Maße um die Bekämpfung der Pandemie gekümmert hat. Auch die Aufhebung der allgemeinen epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch die Ampel-Parteien im Bundestag dürfte den Eindruck verschärft haben.

Drei Viertel für eine allgemeine Impfpflicht

Dabei wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen härtere Regeln in der vierten Welle. Mittlerweile fast drei Viertel sind für eine allgemeine Impfpflicht. Fast zwei Drittel könnten sich auch einen erneuten Lockdown vorstellen. Den will die Ampel eigentlich vermeiden und auch Scholz hatte bislang ausweichend zu dem Thema geantwortet. Anders beim Thema einer Impfpflicht. Die kann sich Scholz durchaus vorstellen.

„Scholz galt die Bühne“: Die Analyse zum ersten offiziellen Ampelauftritt

SPD, Grüne und FDP haben am Dienstag den gemeinsamen Koalitionsvertrag unterzeichnet. Kristina Dunz analysiert, wie der Auftritt der Regierungsspitze lief.

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Anders als Scholz hat seine Partei hingegen nicht unter der Hängepartie der Ampelverhandlungen gelitten und kann in der Umfrage leicht zulegen. So gewinnt die SPD gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 25 Prozent. Die beiden Koalitionspartner FDP und Grüne bleiben unverändert bei 11 beziehungsweise 17 Prozent. Die Union verharrt bei 22 Prozent und auch die beiden anderen Oppositionsparteien AfD (10 Prozent) und Linke (5 Prozent) bleiben unverändert.

Die Daten zu den Parteipräferenzen wurden von Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 30. November bis 6. Dezember erhoben. Datenbasis sind 2.503 Befragte. Die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Olaf Scholz sowie zu den Corona-Maßnahmen wurden vom 3. bis 6. Dezember erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-3 Prozentpunkte.

RND/dre

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