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Umfrage: Rassismus und Sexismus bei der Berufsfeuerwehr verbreitet

  • Im Herbst waren Vorwürfe gegen Beamte der Berufsfeuerwehr Bremen wegen rassistischer und sexistischer Vorfälle bekanntgeworden.
  • Einer Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit“ zufolge hat fast jede fünfte Berufsfeuerwehr in den vergangenen fünf Jahren derartige Vorfälle verzeichnet.
  • Damit sind die Probleme verbreiteter als bislang bekannt.
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Hamburg/Düsseldorf. Rassismus und Sexismus bei der Berufsfeuerwehr sind nach einer Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit“ stärker als bisher bekannt. Fast jede fünfte Berufsfeuerwehr in Deutschland hat demnach in den vergangenen fünf Jahren mutmaßlich rassistische oder sexistische Vorfälle in den eigenen Reihen festgestellt.

Von 110 befragten Berufsfeuerwehren beantworteten 104 die Fragen der Wochenzeitung zu rassistischen, extremistischen oder sexistischen Äußerungen, Handlungen und Symbolen oder entsprechenden Beschwerden.

Im Herbst hatten Vorwürfe gegen Beamte der Berufsfeuerwehr Bremen wegen rassistischer und sexistischer Vorfälle bundesweit für Aufsehen gesorgt. Laut „Zeit“-Erhebung meldeten die Berufsfeuerwehren für den Zeitraum 2016 bis 2020 bundesweit 30 Verdachtsfälle für frauenfeindliche Aussagen oder sexuelle Belästigungen, außerdem neun Fälle mutmaßlich rassistischer Beleidigungen oder rechtsextremer Äußerungen.

Einige Feuerwehren, darunter Bremen, Berlin und Düsseldorf, nannten mehrere Vorkommnisse. Rund 80 Prozent der befragten Berufsfeuerwehren antworteten, ihnen seien keine derartigen Probleme bekannt.

RND/epd

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