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Umfrage: Mehrheit der Ostdeutschen will Klimaschutz – aber nicht mehr Geld dafür ausgeben

  • Eine Befragung unter Ostdeutschen zeigt, dass die Mehrheit für Klimaneutralität ihr Verhalten ändern würde.
  • Doch 61 Prozent der Teilnehmer lehnen höhere Steuern oder Abgaben für Kilmaschutz ab.
  • Einige nennen als Aufgabe für die neue Bundesregierung ein Verbot unnötiger Verpackungen.
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Chemnitz/Erfurt. Die Mehrheit der Ostdeutschen ist bereit, für Klimaneutralität das Verhalten zu ändern – mehr bezahlen wollen die meisten für Klimaschutz aber nicht. 61 Prozent der Befragten lehnten in einer Erhebung des Erfurter Instituts IMK höhere Steuern oder Abgaben ab. Nur rund 20 Prozent konnten sich vorstellen, bis zu 50 Euro im Monat mehr zu zahlen, 5 Prozent bis zu 100 Euro.

Die Ablehnung von höheren Ausgaben für Klimaschutz sei bei den über 65-Jährigen am stärksten, teilte der Energieversorger EnviaM am Montag in Chemnitz mit. Er hatte die Befragung von 1000 Menschen in Ostdeutschland in Auftrag gegeben.

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Dass bis 2045 Klimaneutralität erreicht wird, hält den Angaben nach nur knapp jeder Fünfte für wahrscheinlich. Als Aufgabe für die neue Bundesregierung wurde ein Verbot unnötiger Verpackungen am häufigsten genannt. Außerdem sollte klimafreundliches Verhalten von Verbrauchern stärker gefördert und erneuerbare Energien rascher ausgebaut werden.

Mehrheit will Verhalten ändern

Insgesamt gaben vier von fünf Befragten an, ihr Verhalten ändern zu wollen, um die Klimaziele zu erreichen. Am häufigsten wurde genannt, den Energieverbrauch zu senken, Mobilitätsgewohnheiten anzupassen und die Ernährung umzustellen.

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EnviaM-Vorstandschef Stephan Lowis sprach von deutlichen Signalen der Menschen an die Politik. „Die Bürger sind gern bereit, sich persönlich stärker für den Klimaschutz einzubringen, wollen dafür im Gegenzug aber nicht mehr Steuern und Abgaben zahlen. Dies sollte die neue Bundesregierung bei ihrer Klimapolitik zwingend beachten und die Haushalte insbesondere beim Strompreis stärker entlasten.“ Dies könne etwa durch Senken der EEG-Umlage oder der Stromsteuer geschehen.

Unter dem Titel „Gut für das Klima – gut für uns. Wie werden wir klimaneutral?“ lädt EnviaM am Dienstag zu einem Energiekonvent mit Fachleuten nach Leipzig.

RND/dpa

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