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Umfrage: Knappe Mehrheit bescheinigt Migranten Willen zur Integration

  • Etwas mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen sind der Meinung, dass sich Migranten inzwischen integrieren wollen.
  • Laut einer Umfrage des Instituts Pew in Washington stimmten 51 Prozent der Befragten dieser Aussage zu.
  • Ein Viertel hält es aber für notwendig, in dem Land geboren zu sein, um wirklich deutsch zu sein.
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Washington. Eine knappe Mehrheit der Menschen in Deutschland attestiert Migranten inzwischen einen Willen zur Integration. 51 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Einwanderer in Deutschland deutsche Lebensgewohnheiten und Bräuche annehmen wollten, wie das Institut Pew in Washington mitteilte.

2018 lag dieser Wert nur bei 33 Prozent. 42 Prozent sagten dagegen, Einwanderer wollten sich von der deutschen Gesellschaft unterscheiden (2018: 58 Prozent).

In den USA bescheinigten 65 Prozent der Befragten Migranten einen Willen zur Annahme von Lebensgewohnheiten und Bräuchen, 11 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2018. In Großbritannien wuchs der Wert in diesem Zeitraum von 43 Prozent auf 57 Prozent an, in Frankreich sank er leicht von 51 Prozent auf 49 Prozent.

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Pew befragte zwischen dem 10. November und dem 23. Dezember vergangenen Jahres insgesamt 4069 Erwachsene in diesen vier Ländern.

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Ansichten zur nationalen Identität sind in allen vier Staaten weniger restriktiv geworden (hier stammt der Vergleichswert von Pew aus dem Jahr 2016). In Deutschland hielten es 25 Prozent der Befragten für notwendig, im Land geboren zu sein, um wirklich deutsch zu sein - 2016 waren es noch 34 Prozent.

In Großbritannien sank der Wert bei dieser Frage um 25 Punkte auf 31 Prozent, in den USA um 20 Punkte auf 35 Prozent, in Frankreich um 15 Punkte auf 32 Prozent.

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Landessprache sehr wichtig

Am wichtigsten ist den Befragten in allen vier Staaten die Kenntnis der Landessprache. Ihre Beherrschung ist für 94 Prozent in Deutschland Voraussetzung dafür, als zugehörig zu gelten. In Frankreich sind es 93 Prozent, in Großbritannien 87 Prozent und in den USA 77 Prozent.

Durch die Bank hat die Bedeutung aber auch in diesem Punkt abgenommen, am stärksten gilt das für die USA. Dort hielten 2016 noch 92 Prozent Englisch-Kenntnisse für eine Voraussetzung.

In der Umfrage zeigte sich eine Mehrheit in allen vier Ländern offen für Veränderungen. In Deutschland stimmten 59 Prozent der Aussage zu, dass die Bundesrepublik in Zukunft besser dastehen wird, wenn das Land offen für Veränderungen in seinen Traditionen und Lebensformen ist. In Großbritannien sagten das für ihr Land 68 Prozent, in den USA 60 Prozent, in Frankreich 51 Prozent.

Bei der Frage nach dem Nationalstolz liegt Deutschland an erster Stelle unter den vier Ländern: 53 Prozent stimmten der Aussage zu, sie seien meist stolz auf ihr Land. 37 Prozent gaben an, oft stolz zu sein, sich aber oft auch zu schämen. 5 Prozent schämten sich die meiste Zeit.

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In Frankreich lagen diese Werte bei 45 Prozent, 47 Prozent und 6 Prozent, in Großbritannien bei 41 Prozent, 46 Prozent und 10 Prozent, in den USA bei 39 Prozent, 50 Prozent und 10 Prozent.

RND/dpa

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