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Umfrage: Grüne bleiben stärkste Kraft – fast doppelt so viele Wähler für Grüne wie für SPD

  • Die Grünen bleiben in Deutschland im neuen RTL/ntv-Trendbarometer mit 28 Prozent stärkste Kraft für die Bundestagswahl im Herbst.
  • Die Union konnte aufholen, bleibt aber hinter den Grünen.
  • Gründe für die Schwächephase der Union: schlecht empfundene Corona-Politik, der „falsche Kanzlerkandidat“ und Zerstrittenheit der Partei.
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Köln. Die Grünen sind weiterhin laut des aktuellen RTL/ntv-Trendbarometers mit unverändert 28 Prozent stärkste politische Kraft für die kommende Bundestagswahl in Deutschland.

Zwei Wochen nach der Bekanntgabe der Union-Kanzlerkandidatur von Armin Laschet (CDU) hat sich auch die CDU/CSU im vom Umfrage-Institut Forsa erstellten Trendbarometer verbessert, bleibt aber 5 Prozentpunkte hinter den Grünen auf Platz 2. Auch die SPD konnte einen Prozentpunkt gewinnen, während Linke und AfD jeweils einen Prozentpunkt abgeben mussten.

Nach den Hochrechnungen könnte die CDU/CSU bei der Bundestagswahl mit rund 23 Prozent rechnen – fast zehn Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Auch die SPD würde mit 14 Prozent deutlich schlechter abschneiden als bei der vorherigen Wahl (20,5 Prozent).

Linke könnte 6 Prozent (2017: 9,2 Prozent) und AfD 10 Prozent (2017: 12,6 Prozent) bekommen. Die FDP würde dagegen besser als 2017 abschneiden: FDP mit 12 Prozent (2017: 10,7 Prozent). Die eindeutigen Gewinner der aktuellen Umfragen sind aber die Grünen: Sie können mit 28 Prozent rechnen, 2017 waren es 8,9 Prozent.

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Auch die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen ist gestiegen und wäre mit 26 Prozent höher als 2017 (23,8 Prozent).

Doppelt so viele für Grüne als für SPD

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In absoluten Zahlen zeigt sich, dass mit 12,8 Millionen Wählern fast doppelt so viele Menschen die Grünen wählen würden als die SPD (6,4 Millionen). Immerhin zwei Millionen Wähler weniger als für die Grünen würden sich für die Union entscheiden.

Nach den Ergebnissen der Umfragen würden 701 Abgeordnete in den neuen Bundestag einziehen. Aus der Verteilung würden sich insgesamt vier Möglichkeiten zur Regierungsbildung ergeben: Grün-Schwarz (386 Mandate), „Ampel“-Koalition aus Grünen, SPD und FDP (405 Mandate), grün-rot-rotes „Links-Bündnis“ (360 Mandate) und eine Koalition aus Union, SPD und FDP (371 Mandate).

Aus den Ergebnissen wird deutlich: Die Union ist weiterhin geschwächt. 29 Prozent der Wahlberechtigten begründen dieses Ergebnis mit der als schlecht empfundenen Corona-Politik. Jeweils fast genauso viele geben die Zerstrittenheit der Union (26 Prozent) und auf den „falschen Kanzlerkandidaten“ Armin Laschet (24 Prozent) als Grund an.

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Den „falschen Kanzlerkandidaten“ sehen auch etliche CSU- (41 Prozent) und CDU-Anhänger (31 Prozent) als Treiber für die Schwächephase der Union. Doch auch die „Maskenaffäre“ und die Profillosigkeit der CDU/CSU sehen viele Wähler für die Umfragewerte verantwortlich (jeweils 15 Prozent).

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Forsa-Umfrage: Grüne jetzt stärkste Kraft – Union stürzt nach Laschet-Entscheidung auf 21 Prozent ab
1:04 min
Nach der Ausrufung von Annalena Baerbock und Armin Laschet als Kanzlerkandidaten von Grünen und Union sind die Forsa-Umfragewerte von CDU und CSU eingebrochen.  © dpa

Fast ein Drittel der Wähler würden Annalena Baerbock als Bundeskanzlerin (31 Prozent) wählen, wenn sie das Amt des Kanzlers direkt wählen könnten. Auch in den Bundesländern liegt die Grünen-Politikerin deutlich vorne. Die einzige Ausnahme ist Sachsen-Anhalt: Dort führt Armin Laschet.

Für Armin Laschet würden bundesweit 17 Prozent stimmen und 12 Prozent für Olaf Scholz. 40 Prozent würden allerdings keinen der drei Kandidaten wählen. Laschet hat die größte Zustimmung im Saarland, wobei auch dort Baerbock besser abschneidet. Scholz ist in Hamburg am beliebtesten.

RND/lr

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