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Kein Randphänomen

Umfrage: Antisemitismus geschieht mitten in der Gesellschaft

Ein Mann trägt eine Kippa auf dem Kopf.

Berlin. Das American Jewish Committee (AJC) und der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben, Felix Klein, haben sich besorgt über Antisemitismus in Deutschland geäußert. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zeigt nach Angaben des AJC, dass Antisemitismus über politische und gesellschaftliche Gruppen hinweg in der Mitte der Gesellschaft verankert sei.

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Die Zahlen belegten, dass Antisemitismus „keinesfalls nur ein Problem der politischen Ränder ist“, beklagte der Leiter des AJC Berlin, Remko Leemhuis, bei der Vorstellung der Ergebnisse am Dienstag in Berlin.

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Klein, forderte vor dem Hintergrund der Ergebnisse, jede Form von Antisemitismus zu bekämpfen. Dies gelte unabhängig davon, ob dieser von rechts, links oder von einem arabischen Hintergrund ausgehe.

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Mehr als 3.000 antisemitische Straftaten

Antisemitismus wird in Deutschland der Studie zufolge von 73 Prozent der Menschen als gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen. 17 Prozent der Befragten gaben dagegen an, in Deutschland werde zu viel über Antisemitismus gesprochen. Der AJC erinnerte im Zusammenhang mit der Studie daran, dass 2021 in Deutschland 3.028 antisemitische Straftaten verübt wurden.

Die Befragung von Musliminnen und Muslimen zeigt laut den Autoren, dass antisemitische Ressentiments dort deutlich stärker verbreitet sind als im Durchschnitt. Antisemitische Einstellungen seien zudem unter Moschee-Besuchern häufiger als unter anderen Muslimen. Das Meinungsforschungsinstitut hatte im Auftrag des AJC 1.025 Personen befragt.

RND/epd

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