Ukrainischer Staatsanwalt: Keine Ermittlung gegen Biden

  • Der mögliche Präsidentschaftskandidat Joe Biden ebenso wie sein Sohn Hunter müssen im Zuge der Ukraine-Affäre derzeit offenbar keine Ermittlungen gegen sie befürchten.
  • Ein ukrainischer Staatsanwalt sagt jetzt, es gebe keine Untersuchung gegen sie.
  • Er betont, dass keine Informationen über Fehlverhalten von ihnen vorlägen.
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Moskau. Die Sonderstaatsanwaltschaft des ranghöchsten Anti-Korruptions-Ermittlers der Ukraine hat nach seinen Angaben keine Untersuchung gegen den früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden oder dessen Sohn Hunter auf Empfehlung von Präsident Donald Trump eingeleitet. Gegen Joe und Hunter Biden gebe es keine Ermittlungen, sagte Nasar Cholodnizkyj am Freitag in einem Interview des Radiosenders NV.

Die aus der Mitschrift eines Telefonats vom 25. Juli hervorgegangene Aufforderung von Trump an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, gegen seinen politischen Rivalen Biden und dessen Sohn Hunter zu ermitteln, hat eine offizielle Untersuchung für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump im US-Kongress ausgelöst. Trump wirft der Biden-Familie vor, von ihren Beziehungen zur Ukraine auf unangemessene Weise profitiert zu haben.

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Hunter Biden saß im Verwaltungsrat eines Gasunternehmens in der Ukraine

Hunter saß im Verwaltungsrat des Gasunternehmens Burisma in der Ukraine, als sein Vater die diplomatischen Beziehungen der Obama-Regierung zu Kiew leitete. Zwar hat der Zeitrahmen Bedenken unter Anti-Korruptions-Aktivisten hervorgerufen. Es gibt aber keine Beweise für ein Fehlverhalten von Joe und Hunter Biden.

Cholodnizkyj sagte, eine vorherige Untersuchung zu Burisma sei mangels Beweisen 2017 eingestellt worden. Cholodnizkyj betonte, dass die beiden Bidens in dem Burisma-Fall nicht genannt würden. Bei der Untersuchung ging es um den mutmaßlichen Amtsmissbrauch von Vertretern des ukrainischen Umweltministeriums.

Auf die Frage, ob die ukrainische Staatsanwaltschaft Joe oder Hunter Biden befragen könnte, sagte Cholodnizkyj, dafür bräuchten sie Informationen, die ein Fehlverhalten von ihnen vermuten ließen. "Mit Stand jetzt gibt es da nichts. Wenn es hochkommt, werden Maßnahmen ergriffen, um die Informationen zu untersuchen."

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RND/AP