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„Werden Hitze auf Schlachtfeld bringen“

Ukraines Verteidigungs­minister freut sich: Panzerhaubitze 2000 aus Deutschland im Einsatz

Litauen: Soldaten stehen vor einem gepanzerten, selbstfahrenden Artilleriegeschütz vom Typ Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr, das von der NATO Enhanced Forward Presence Battle Group (eFP-Bataillon) eingesetzt wird, während des Besuchs von Bundeskanzler Scholz im Camp Adrian Rohn.

Die versprochenen Panzerhaubitzen 2000 der Bundesregierung sind offenbar in der Ukraine im Einsatz. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungs­ministers Olexij Resnikow sind deutsche Haubitzen „endlich Teil des Arsenals der ukrainischen Artillerie“. Auch der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk bestätigte am Dienstag, dass die modernen Geschütze in der Ukraine eingetroffen seien. Bei den Panzerhaubitzen handelt es sich um die ersten schweren Waffen aus Deutschland seit Kriegsbeginn am 24. Februar.

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„Das ist bereits der sechste Artillerietyp mit 155-Millimeter-Kaliber, den wir erhalten“, schrieb Resnikow auf sozialen Netzwerken. Zuvor hatte die Ukraine bereits US-amerikanische, britische, polnische und französische Haubitzen erhalten. Sieben sogenannte Panzerhaubitzen 2000 hatte die Bundesregierung der Ukraine zugesagt. Die Niederlande kündigten an, fünf weitere Exemplare beizusteuern, um der Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion zu helfen.

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„Unsere Artilleristen werden Hitze auf das Schlachtfeld bringen“, versprach der ukrainische Außenminister weiter. Die Ukraine hat von der Bundesregierung seit einigen Wochen schnellere Lieferungen schwerer Waffen gefordert. Resnikow bedankte sich gleichzeitig bei Bundes­verteidigungs­ministerin Christine Lambrecht (SPD) für ihre Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine.

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Panzerhaubitzen: Ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet

Seit Mitte Mai sind mehr als 60 ukrainische Soldaten an den modernen Artillerie­systemen ausgebildet worden. Die künftige Besatzung ist zusammen mit technischen Fachleuten an der Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein eingewiesen worden, hießt es vonseiten der Bundesregierung im Mai.

Nach früheren Angaben sollte die Ausbildung etwa 40 Tage dauern, abhängig vom Kenntnisstand der Soldaten auch weniger. Die ukrainischen Kräfte sollten lernen, die Panzerhaubitze zu fahren, mit ihr zu schießen und Störungen im Betrieb zu beseitigen, hieß es zuletzt.

Erste deutsche Panzerhaubitzen in der Ukraine eingetroffen

Lange hat die Ukraine auf die ersten schweren Waffen aus Deutschland gewartet, jetzt sind die Panzerhaubitzen vor Ort.

Um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gab es lange Streit. Deutschland hatte sich zwar schon zwei Tage nach Kriegsbeginn dafür entschieden, das Land grundsätzlich mit Waffen zu unterstützen. Die Entscheidung für die Lieferung schwerer Waffen fiel aber erst rund zwei Monate später. Der Bundestag verabschiedete einen gemeinsamen Antrag der regierenden Ampelparteien und der Union. Auch die verzögerte Lieferung ist zuletzt vielseitig bemängelt worden.

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Eine Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriesystem mit einer Kanone auf einem Kettenfahrzeug ähnlich einem Panzer. Mit Standardmunition erreicht die Panzerhaubitze Schussentfernungen von 30 Kilometern. Mit sogenannter reichweitengesteigerter Munition sind nach Angaben der Bundeswehr sogar 40 Kilometer möglich.

Die Besatzung kann bis zu sechs Granaten so abfeuern, dass diese gleichzeitig einschlagen. „Die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten Artilleriegeschütze weltweit. Ihre Stärke liegt in ihrer Präzision und in ihrer großen Kampfentfernung“, heißt es von der Bundeswehr. Praktiker erklären, dass die ukrainischen Truppen damit in Verbindung mit Aufklärungs­ergebnissen erhebliche Wirkungstreffer auf größere Entfernung erzielen könnten.

Laut Hersteller ist eine Panzerhaubitze 2000 mehr als elf Meter lang, hat ein Gefechtsgewicht von 57 Tonnen und erreicht auf der Straße eine Geschwindigkeit von 60 km/h. Sie wird als „äußerst mobiles“ Waffensystem beschrieben – mit einer „hohen Feuerkraft“, einer „großen Kampfentfernung“ und einer „hohen Kampfbeladung“. Derzeit werde sie von den Streitkräften in acht Ländern eingesetzt.

RND/hyd/dpa

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