Kiew teilt mit

Ukraine erobert strategisch wichtige Stadt Kupjansk zurück

Ukrainische Soldaten fahren auf einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Straße. (Symbolbild)

Ukrainische Soldaten fahren auf einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Straße. (Symbolbild)

Kupjansk. Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs hat die Ukraine eigenen Angaben zufolge die strategisch wichtige Stadt Kupjansk im östlichen Gebiet Charkiw zurückerobert. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU veröffentlichte am Samstag auf Telegram Fotos, die eigene Einheiten in der bislang von Russland besetzten Kleinstadt zeigen sollen. „Wir werden unser Land bis auf den letzten Zentimeter befreien!“, heißt es dazu.

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Zuvor hatten bereits ukrainische Medien die Rückeroberung von Kupjansk gefeiert und ein Foto von Soldaten veröffentlicht, die die ukrainische Flagge halten. Unter Berufung auf Mitglieder von Regional- und Kommunalverwaltung schrieb etwa das Portal Ukrajinska Prawda: „Die ukrainischen Streitkräfte haben Kupjansk befreit.“ Eine offizielle Bestätigung des Generalstabs gab es dafür zunächst nicht.

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Die Kleinstadt Kupjansk ist wegen ihres direkten Bahnanschlusses an Russland als Verkehrsknotenpunkt wichtig für die Versorgung des gesamten russischen Truppenverbands um das südwestlich gelegene Isjum. Durch den Vorstoß der Ukrainer droht dort nun mehr als 10.000 russischen Soldaten die Einkesselung. Informationen in sozialen Netzwerken, die Russen seien bereits aus Isjum geflohen, konnten zunächst ebenfalls nicht überprüft werden.

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Militärexperten sehen russische Armee in schwerer Krise

Auch mithilfe westlicher Waffen hat die ukrainische Armee vor einigen Wochen mit einer Gegenoffensive begonnen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach zuletzt von mehr als 30 zurückeroberten Siedlungen in der Region Charkiw. Die russischen Besatzer wiederum kündigten schon vor Tagen die Evakuierung von Zivilisten aus mehreren Orten – darunter Kupjansk und Isjum – an. Viele internationale Militärexperten sehen Russlands Armee, die vor mehr als sechs Monaten in die Ukraine einmarschiert ist, angesichts der jüngsten Gebietsverluste in einer schweren Krise.

UN zeigen sich besorgt über Verschleppungen aus Ukraine

Bis zu 1,6 Millionen Ukrainer, darunter 1800 Kinder, seien demnach durch Russland unrechtmäßig inhaftiert, verhört und aus ihren Heimatorten verschleppt worden.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte, der Einnahme der Stadt Kupjansk 73 Kilometer nördlich von Isjum wäre ein schwerer Schlag für den russischen Nachschub. Die Ukrainer hätten die Invasoren offenbar überrumpelt. Russische Truppen bei Isjum seien zunehmend isoliert. Sie hätten dort nur leichte Kräfte. Die Ukrainer seien südlich von Charkiw bis zu 50 Kilometer weit vorgedrungen und hätten mehrere Städte erobert oder eingekreist.

Ukrainisches Militär hält sich mit Erfolgsmeldungen zurück

Das US-Institute for the Study of War (ISW) berichtete ebenfalls von ukrainischen Geländegewinnen. Ukrainische Truppen hätten etwa 2500 Quadratkilometer erobert. Die schlecht organisierten Russen seien durch den schnellen Vorstoß überrascht worden. Im Internet kursierten Bilder bei Isjum gefangener Russen. Falls es den ukrainischen Truppen gelinge, russische Verbindungslinien nördlich und südlich von Isjum zu kappen, könnten die Stellungen der Russen dort zusammenbrechen.

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Das ukrainische Militär hielt sich mit Erfolgsmeldungen zurück. Es sprach von mehr als 1000 Quadratkilometern Geländegewinn sei Beginn der Offensive Anfang der Woche. An einigen Stellen sie man 50 Kilometer weit vorgedrungen.

Gleichzeitig rollte eine ukrainische Offensive im Süden bei Cherson. Nach Ansicht von Analysen hat Russland womöglich Truppen aus dem Osten dorthin entsandt und den Ukrainern damit die Möglichkeit eines Angriffs auf die dadurch geschwächte Frontline eröffnet.

RND/dpa/AP

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