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Kremltreuer Tschetschenen-Führer

Rückzug aus Charkiw: Kadyrow prangert „Fehler“ der russischen Militärführung an

Der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrov (Archivbild)

Der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrov (Archivbild)

Kiew. Der dem Kreml treu ergebene tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hat Fehler der russischen Militärführung für den Rückzug aus der ukrainischen Region Charkiw verantwortlich gemacht. „Sie haben Fehler gemacht und ich glaube, sie werden die notwendigen Schlüsse ziehen“, erklärte Kadyrow am Sonntag auf Telegram mit Blick auf die Militärführung.

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+++ Alle aktuellen News und Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie in unserem Liveblog. +++

Ukrainische Streitkräfte erobern wichtige Stützpunkte im Nordosten zurück

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte am Samstag den Rückzug seiner Kräfte aus der Stadt Isjum in der Region Charkiw.

„Wenn sie keine Änderungen an der Strategie der militärischen Spezialoperation innerhalb der nächsten ein, zwei Tage vornehmen, werde ich gezwungen sein, die Führung des Verteidigungsministeriums und die Führung des Landes zu kontaktieren, um die tatsächliche Lage vor Ort zu erklären.“

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Spannungen in Russland?

Beobachter werteten Kadyrows Aussagen als Anzeichen möglicher Spannungen innerhalb der russischen Reihen, nachdem die ukrainischen Truppen mit einer Gegenoffensive die Angreifer offenbar überrumpelt und südlich der Stadt Charkiw zu einem überhasteten Rückzug gezwungen hatten. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, hatte am Samstag behauptet, die Soldaten würden von Balaklija und Isjum ins Donbass umgruppiert, „um die gesetzten Ziele der militärischen Spezialoperation zur Befreiung des Donbass zu erreichen“.

Mit ähnlichen Worten hatte Russland im Frühjahr schon den Rückzug seiner Verbände aus dem Gebiet um die ukrainische Hauptstadt Kiew zu erklären versucht, nachdem deren Eroberung gescheitert war.

Selbst nationalistische russische Kommentatoren und Militärblogger sprachen von einer empfindlichen Niederlage und riefen den Kreml auf, die Kriegsanstrengungen zu erhöhen. Kritisiert wurde unter anderem auch, dass am Samstag trotz des militärischen Debakels in Moskau ein Stadtfeiertag gefeiert wurde, bei dem Präsident Wladimir Putin unter anderem ein neues Riesenrad einweihte. „Das Feuerwerk in Moskau an einem tragischen Tag einer russischen Militärniederlage wird ernsthafte politische Konsequenzen haben“, schrieb der kremltreue Politologe Sergej Markow auf Telegram.

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RND/AP

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