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„Die amerikanische Seite ist gewarnt“

Moskau droht USA mit Abbruch aller bilateralen Beziehungen

Das Stalinhochhaus, Sitz des russischen Außenministeriums (Archivfoto).

Das Stalinhochhaus, Sitz des russischen Außenministeriums (Archivfoto).

Russland droht den USA mit dem Bruch aller bilateralen Beziehungen, sollte Washington russische Vermögenswerte einziehen.

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„Wir warnen die Amerikaner vor den nachteiligen Folgen solcher Maßnahmen, die die bilateralen Beziehungen dauerhaft schädigen werden“, sagte Alexander Dartschiew, Abteilungsleiter für Nordamerika im russischen Außenministerium, in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Das könne nicht im Interesse der Vereinigten Staaten sein, fügte Dartschiew hinzu.

Keine unmittelbare Bedrohung durch Kernkraftwerk in Saporischschja

Rafael Grossi, Behördenchef der IAEO, schätzt die Lage des unter russischer Kontrolle stehenden Atomkraftwerks nicht als Sicherheitsrisiko ein.

Zudem warnte Dartschiew davor, Russland zum Unterstützer von Terroristen zu erklären – denn auch dies könnte zum Abbruch aller Beziehungen führen. „Die amerikanische Seite ist gewarnt“, sagte er der Nachrichtenagentur. Nicht zuletzt teilte der Mitarbeiter des Außenministeriums mit, dass die USA angesichts ihrer angeblichen Einflussnahme auf die Regierung der Ukraine bald als direkter Beteiligter des Konflikts wahrgenommen werden könnten.

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+++ Alle aktuellen News im Liveblog +++

Bereits Vermögenswerte in Milliardenhöhe eingefroren

Die westlichen Verbündeten haben nach eigenen Angaben im Zuge der Sanktionen gegen Russland bisher persönliche Vermögenswerte im Wert von mehr als 30 Milliarden US-Dollar (28,5 Milliarden Euro) eingefroren. Außerdem sei Vermögen der russischen Zentralbank im Wert von etwa 300 Milliarden Dollar (285 Milliarden Euro) eingefroren worden, teilte das US-Finanzministerium Ende Juni mit.

Es bröckelt hinter Putins Kulissen

Die westlichen Sanktionen wirken nur allmählich, aber sie treffen Russland inzwischen hier und da bereits schmerzhaft – und mit langfristigen Folgen. Noch allerdings simuliert Staatschef Wladimir Putin so gut es geht Normalität: Mit Geld aus dem Gas- und Ölverkauf verschleiert er die wachsenden Probleme.

Anfang August haben die USA neue Sanktionen gegen russische Personen verhängt, darunter die mutmaßliche langjährige Lebensgefährtin von Wladimir Putin. Das US-Finanzministerium gab bekannt, dass von den Strafmaßnahmen die Olympia-Turnerin Alina Kabajewa betroffen sei, einst Mitglied der russischen Staatsduma. Ihre Einreiseerlaubnis sei ausgesetzt worden. Zudem gebe es Sanktionen gegen ihren Besitz. Nach Angaben des Ministeriums ist Kabajewa die Leiterin eines russischen Medienunternehmens, das den russischen Krieg in der Ukraine unterstützt.

Betroffen von den US-Sanktionen sind auch der Oligarch Andrej Grigorjewitsch Gurjew und dessen Sohn Andrej Andreewitsch Gurjew. Gurjew Senior besitzt das Anwesen Witanhurst, nach dem Buckingham-Palast das zweitgrößte in London. Ausdrücklich erwähnt wurde die Luxusjacht „Alfa Nero“, die Gurjew den Angaben zufolge 2014 für 120 Millionen Dollar gekauft haben soll.

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Ukrainische Führung bezeichnet Russland als „Terrorstaat“

Nach dem mutmaßlichen Artillerieangriff auf ein Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen Ende Juli hatte die Regierung in Kiew die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Russland zu einem Terrorstaat zu erklären. „Die Russen haben ein weiteres schreckliches Kriegsverbrechen verübt und das Gefängnis im besetzten Oleniwka beschossen, in dem sie ukrainische Kriegsgefangene halten“, schrieb Außenminister Dmytro Kuleba im Kurznachrichtendienst Twitter.

Russian rocket over Kostiantynivka city, Donbass. Ukrainian soldier checks the crater after the impact of a russian rocket over a high school in Kostiantynivka, Donbass. Kostiantynivka Donetsk Ukraine PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xCelestinoxArcex originalFilename: arce-russianr220603_npIyq.jpg

Die Ukraine wehrt sich erfolgreich – auch dank deutscher Waffen

Zuletzt galt der Krieg gegen Russland für die Ukraine als verloren. Nun scheint sich das Blatt im Osten und Süden des Landes sowie auf der Krim ein bisschen zu wenden. Dazu tragen Experten zufolge auch deutsche Waffenlieferungen bei.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Tötung Dutzender Kriegsgefangener in einem Lager im Gebiet Donezk verurteilt und Russland dafür verantwortlich gemacht. „Dies ist eine weitere Bestätigung, dass Russland ein Terrorstaat ist“, sagte Selenskyj am Freitagabend einer Mitteilung in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram zufolge. „Es gibt ausreichend Beweise, dass dies ein geplantes Verbrechen war.“

RND/sic mit dpa

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