Britisches Verteidigungsministerium informiert

Russische Truppen bereiten sich auf Frontdurchbrüche der Ukrainer vor

Können die ukrainischen Soldaten weitere Gebiete zurückerobern?

Können die ukrainischen Soldaten weitere Gebiete zurückerobern?

Die russischen Besatzungstruppen in der Ukraine bereiten sich nach Einschätzung britischer Militärexperten auf Durchbrüche der Ukrainer entlang der Front vor. Dafür seien unter anderem rund um die besetzte südukrainische Hafenstadt Mariupol Verteidigungsanlagen errichtet worden, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des Verteidigungsministeriums in London am Dienstag.

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„Russland verstärkt seine Linien in allen besetzten Gebieten“, so die Mitteilung. Nach Ansicht der Briten soll damit wahrscheinlich raschen ukrainischen Vorstößen im Falle von Frontdurchbrüchen vorgebeugt werden. Mariupol komme als Teil einer Landbrücke zur besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim besondere strategische Bedeutung zu.

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Drachenzähne gegen ukrainische Truppen

Ein wesentlicher Bestandteil der russischen Verteidigung seien die sogenannten Drachenzähne, die in zwei verschiedenen Werken hergestellt werden, heißt es. Dabei handelt es sich um pyramidenförmige Panzerabwehrstrukturen aus Beton. Das britische Verteidigungsministerium vermutet, Russland werde sie zwischen Mariupol und dem Dorf Nikolske sowie zwischen dem nördlichen Mariupol und dem Dorf Staryi Krym aufstellen, um ukrainische Militärs abzuwehren. Die Drachenzähne sollen zudem nach Saporischschja und Cherson geschickt werden.

Der Bau dieses Verteidigungsgürtels zeigt laut dem Militärexperten Mick Ryan, die politische Bedeutung der Gebiete, in denen sie errichtet werden. Mit dem Verlust der Provinz Kherson müsse Russland nun alles daran setzten, die anderen besetzten Gebiete zu halten. Auch setzten die Verteidigungsanlagen eine Zeichen für das russische Volk, und füttert ein Gegennarrativ zu den Verlusten auf dem Schlachtfeld und die Berichte über das Chaos in der russischen Mobilisierung, so Ryan auf Twitter.

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Verteidigung statt Ausbildung?

Im Hinblick auf die schlecht ausgebildeten, kürzlich mobilisierter Truppen äußert Mick Ryan eine weitere Annahme. Er vermutet, dass die Russen glaubten, mit physischen Hindernissen die Ausbildung ihrer Soldaten ersetzten zu können. Die Verteidigung hinter Hindernissen sei eine „viel einfachere taktische Aufgabe als mobilere Formen der Verteidigung und viel, viel einfacher als offensive Operationen“, so der pensionierte General. Er geht davon aus, dass die russischen Truppen einen klaren militärischen Nutzen aus den Anlagen ziehen wollen.

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Langfristig könnte der Bau der Verteidigungsanlagen Russland aber weiter schwächen. Der Bau und die Aufstellung von Hindernissen dieser Art erfordern Ressourcen. Die würden dann zum Beispiel beim Wiederaufbau der Städte und Dörfer fehlen, schreibt Ryan. Die Kämpfe würden aber im Endeffekt entscheiden, welche Wirkung die „Drachenzähne“ und andere Verteidigungsanlagen im Endeffekt hätten.

Gerüchte um russische Pläne kursieren seit Mitte Oktober

Bereits Mitte Oktober kündigte der Gründer und Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, den Bau einer befestigten „Wagner-Linie“ in der von Russland besetzten Oblast Luhansk an. Für die Briten ist das das entscheidende Indiz: Russland errichtet gleich hinter der Frontlinie Verteidigungsanlagen, um die ukrainischen Truppen im Fall eines Durchbruchs zu stoppen.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die Regierung der russischen Darstellung entgegentreten und Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor.

RND/rix/dpa

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