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Entschädigungszahlungen an Familien

Hat Russland schon 50.000 Soldaten verloren? Angeblich geleakter Brief des Kreml legt hohe Opferzahlen nahe

Wladimir Putin, Präsident von Russland, während einer Kranzniederlegungszeremonie am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau. (Archivbild)

Wladimir Putin, Präsident von Russland, während einer Kranzniederlegungszeremonie am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau. (Archivbild)

Bis Ende August könnte Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine bereits knapp 50.000 Soldaten verloren haben. Das legt ein eigentlich geheimes Schreiben des russischen Finanzministeriums über Entschädigungszahlungen an die Familien gefallener Soldaten Nahe. Die Echtheit des Dokuments ist nicht bestätigt.

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Laut dem Schreiben, das unter anderem vom englischen Twitter-Account des Kremlkritikers Michail Chodorkowski geteilt wurde, hat das Finanzministerium bereits 361,4 Milliarden Rubel (etwa 5,8 Milliarden Euro) an Opferfamilien ausgezahlt. Bei einer versprochenen Summe von rund 7,4 Millionen Rubel pro gefallenem Soldat (rund 118.000 Euro) würde das eine Zahl von 48.759 russischen Opfern in der Ukraine ergeben, heißt es in dem Beitrag – Angehörige von kremltreuen Milizen in den Regionen Donezk und Luhansk nicht eingerechnet.

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Schon in dieser Woche hatte die Ukraine ähnliche Zahlen gemeldet. Nach 195 Tagen Invasion seien 50.150 russische Soldaten getötet worden, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstag per Facebook mit. Ebenso will die ukrainische Armee bereits 2077 Panzer, 4484 gepanzerte Fahrzeuge, 236 Flugzeuge und 207 Hubschrauber abgeschossen haben. Es gibt keine unabhängigen Bestätigungen der Angaben.

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Ist das Dokument nur ein Fake?

An dem geteilten Dokument werden jedoch auf Twitter große Zweifel angemeldet. „Es ist klar ein Fake, aber sie haben sich dabei angestrengt“, schreibt etwa ein Nutzer. Ein weiterer User namens Wladimir Milow bezweifelt, dass in einem offiziellen Schreiben der Regierung Berechnungen angestellt würden. Laut Protokoll gehörten solche Kalkulationen nämlich in den Anhang des Briefes.

„Außerdem sind die Zahlen Blödsinn“, schreibt Milow weiter. 362 Billionen Rubel seien mehr als 10 Prozent des russischen Militärbudgets für 2022. Deshalb könne es nicht die Höhe von Entschädigungszahlungen sein. Er glaube, die Materialkosten nur für die Armee würden rund 450 Milliarden Rubel betragen.

RND/sic mit dpa

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