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Ukraine-Konflikt: Nato-Staaten verlegen Schiffe und Kampfflugzeuge nach Osteuropa

Auch Spanien entsendet Schiffe zur Verstärkung der Nato-Präsenz in Osteuropa (hier eine Aufnahme der spanischen Fregatte „Blas de Lezo“).

Genf. Die Nato-Mitgliedsstaaten verstärken ihre Militärpräsenz in Osteuropa. Das teilte das Militärbündnis in einer Pressemitteilung mit.

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Demzufolge solle mit zusätzlichen Schiffen und Kampfflugzeugen die „Abschreckung und Verteidigung“ verstärkt werden, während Russland seinen militärischen Aufbau in und um die Ukraine fortsetze. Zu den Verbündeten, die ihre Streitkräfte in der Region verstärken, gehören demzufolge Dänemark, die Niederlande und Spanien. Frankreich habe seine Bereitschaft bekundet, Truppen unter Nato-Kommando nach Rumänien zu entsenden, heißt es. Auch die USA erwägen derzeit, ihre militärische Präsenz im „östlichen Teil des Bündnisses zu verstärken“.

Baerbock: Ukraine muss stabilisiert werden

Bei dem EU-Außenministertreffen in Brüssel betonte Annalena Baerbock, dass eine wirtschaftliche Stabilisierung der Ukraine jetzt wichtig sei.

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Stoltenberg: „Alle Bündnispartner schützen“

Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte: „Ich begrüße es, dass die Bündnispartner zusätzliche Streitkräfte zur Nato beitragen. Die Nato wird weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um alle Bündnispartner zu schützen und zu verteidigen, unter anderem durch die Verstärkung des östlichen Teils des Bündnisses. Wir werden immer auf jede Verschlechterung unseres Sicherheitsumfelds reagieren, auch durch die Stärkung unserer kollektiven Verteidigung.“

Einem Bericht der „New York Times“ zufolge erwägt US-Präsident Joe Biden die Entsendung von mehreren Tausend US-Soldaten sowie von Kriegsschiffen und Flugzeugen zu Nato-Verbündeten im Baltikum und in Osteuropa. Zu den Optionen gehöre die Entsendung von 1000 bis 5000 Soldaten in osteuropäische Länder, mit der Möglichkeit, diese Zahl zu verzehnfachen, wenn sich die Lage verschlechtere, hieß es in dem Bericht. Eine Entscheidung werde noch in dieser Woche erwartet.

Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches in der Nähe der Ukraine wird im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen, um die Nato-Staaten zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen. Erklärtes Ziel Russlands ist es etwa, dass die Nato auf eine weitere Osterweiterung verzichtet und ihre Streitkräfte aus östlichen Bündnisstaaten abzieht. Die Nato, aber auch die EU lehnen diese Forderungen als inakzeptabel ab.

RND/dpa/ag

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