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Ukraine-Konflikt

Angst vor Isolation: Litauen fordert Nato-Verstärkung an

Außenminister Gabrielius Landsbergis während einer Pressekonferenz am 19. Februar 2022 in Vilnius, Litauen. Litauen fordert angesichts des angekündigten Verbleibs russischer Truppen in seinem Nachbarland Belarus zusätzliche militärische Unterstützung der Nato. In Estland und Lettland werde dies auch so gesehen. Die Baltenstaaten befürchten im Fall eines militärischen Konflikts eine Isolation von den anderen Nato-Staaten.

Brüssel. Litauen fordert angesichts des angekündigten Verbleibs russischer Truppen in seinem Nachbarland Belarus zusätzliche militärische Unterstützung der Nato-Partner. „Wir glauben, dass eine Verstärkung der Ostflanke dringend notwendig ist“, sagte Außenminister Gabrielius Landsbergis am Montag in Brüssel vor Journalisten. In den anderen baltischen Ländern Estland und Lettland werde dies auch so gesehen.

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Konkret sprach sich Landsbergis dafür aus, zur Abschreckung Russlands einen weiteren Gefechtsverband in Bataillonsgröße in seinem Land zu stationieren. Diese Einheiten bestehen in der Regel aus 1000 bis 1200 Soldaten.

Derzeit sind in allen drei Baltenstaaten und in Polen je ein multinationaler Nato-Gefechtsverband stationiert. In Litauen ist Deutschland mit rund 900 Soldatinnen und Soldaten Haupttruppensteller und Führungsnation.

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Die Baltenstaaten sehen eine Präsenz russischer Truppen in Belarus vor allem wegen der sogenannten „Suwalki-Lücke“ als Gefahr. Mit diesem Begriff wird der etwa 100 Kilometer lange Grenzstreifen zwischen Polen und Litauen bezeichnet, der von der russischen Exklave Kaliningrad und Belarus eingerahmt wird. Weil er die einzige Landverbindung zwischen den drei Baltenstaaten und den anderen Nato-Mitgliedern ist, wird befürchtet, dass Russland die Lücke im Fall eines militärischen Konflikts erobern könnte, um so das Baltikum vom übrigen Nato-Gebiet zu isolieren. Dies könnte eine schnelle Einnahme des Baltikum ermöglichen.

Russland hatte am Sonntag angekündigt, ein Anfang Februar begonnenes Militärmanöver mit Belarus auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Nach Einschätzung der Nato dürften damit mehrere Zehntausend russische Soldaten inklusive moderner Waffensystem vorerst in dem Land bleiben. In erster Linie wird dies derzeit als Gefahr für die Ukraine gesehen, weil russische Soldaten das Land damit nicht nur von Osten und Süden aus, sondern auch von Norden aus angreifen könnten.

RND/dpa

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