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Ukraine-Konflikt: Biden und Putin sprechen am Dienstag

  • Zehntausende russische Soldaten sind an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen worden.
  • Die US-Geheimdienste werten das als Vorbereitung einer möglichen Invasion Anfang des neuen Jahres.
  • Kreml und Weißes Haus teilten mit, dass Wladimir Putin und Joe Biden aufgrund der brisanten Lage am Dienstag miteinander sprechen wollen.
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US-Präsident Joe Biden und sein russischer Kollege Wladimir Putin wollen die brisante Lage an der ukrainischen Grenze am Dienstag in einer Videokonferenz besprechen. Das teilten Kreml und Weißes Haus am Samstag mit. Biden und Putin würden selbst entscheiden, wie lange der virtuelle Gipfel dauern werde, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte, Biden werde die amerikanische Besorgnis über militärische Aktivitäten an der ukrainischen Grenze ausdrücken und „die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine“ bekräftigen.

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Ukraine-Konflikt verschärft sich weiter
2:16 min
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert direkte Gespräche mit Putin - Russland winkt ab.  © Reuters

Der Konflikt um die Ukraine hatte sich zuletzt gefährlich hochgeschaukelt. Die USA und Nato vermuten hinter russischen Truppenkonzentrationen an der Grenze Vorbereitungen für eine mögliche Invasion des Nachbarlandes. Nach Beobachtungen der US-Geheimdienste wurden bereits rund 70.000 russische Soldaten an der Grenze zusammengezogen. Letztlich sollen es demnach geschätzt 175.000 werden, zusammen mit Panzern, Artillerie und anderem militärischen Gerät. Eine mögliche Invasion könnte Anfang nächsten Jahres stattfinden, hieß es aus US-Regierungskreisen. Auch der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow warnte vor einer Eskalation im Januar.

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Russland will seinerseits eine weitere Ostererweiterung der Nato aufhalten. Der Kreml hatte am Freitag erklärt, Putin wolle von Biden Garantien, dass die Ukraine nicht Teil des westlichen Militärbündnisses werde. Biden sagte in einer Reaktion darauf, er werde nicht akzeptieren, dass irgendjemand rote Linien ziehe.

2014 hatte Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert. Ein neuerliches Eindringen ins Nachbarland wäre für Putin mit gewaltigen Risiken verbunden. Denn das ukrainische Militär ist heute besser ausgerüstet als damals und die Sanktionen, die darauf folgen würden, würden die russische Wirtschaft hart treffen. Biden sagte am Freitag, er bereite Maßnahmen vor, die es Putin schwer machen würden, das zu tun, was viele befürchteten.

RND/AP

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