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Unterstützerkonferenz in Ramstein

US-Verteidigungs­minister Austin: „Kampf der Ukraine wird in die Militär­geschichte eingehen“

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hält als Gastgeber der Sitzung der Sicherheits­beratungs­gruppe der Ukraine eine Rede auf dem US‑Luft­waffen­stütz­punkt Ramstein.

Ramstein. US‑Verteidigungsminister Lloyd Austin ist am Dienstag­vormittag auf dem US‑Luft­waffen­stütz­punkt Ramstein in der Pfalz eingetroffen. Amtskolleginnen und ‑kollegen und Militär­vertreter von gut 40 Nationen kommen dort zu Gesprächen über die künftige und langfristige Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte zusammen. Für die Bundesregierung nimmt Bundes­verteidigungs­ministerin Christine Lambrecht (SPD) teil.

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In seiner Eröffnungsrede sprach Austin von einer „historischen Begegnung“. 40 Staaten seien zusammen­gekommen, um der Ukraine im Kampf gegen Russland und im Wiederaufbau für die Zukunft zu helfen. „Die Entwicklung ist sehr dringlich“, sagte der US‑Verteidigungs­minister mit Blick auf die Verlagerung des Kriegs in der Ukraine auf die Region Donbass im Osten des Landes. Die Ukraine habe nun einen anderen Bedarf an Waffensystemen als zuvor. „Wir werden Himmel und Erde bewegen, um diesen Bedarf decken zu können“, versicherte Austin.

Internationale Konferenz auf US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein

An dem Treffen unter der Leitung von US‑Verteidigungsminister Austin ist die Teilnahme von rund 40 Staaten geplant.

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Der mittlerweile 62 Tage andauernde Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion „wird in die Militär­geschichte eingehen“, sagte der US‑Minister. Die westliche Welt sei vom ukrainischen Widerstand „beseelt“ worden. Die bereits erfolgten Waffen­lieferungen der Partner­staaten würden zudem bereits Wirkung zeigen, so Austin: „Die ganze Welt sieht den Unterschied, den das auf dem Schlachtfeld ausmacht.“

Der US‑Verteidigungs­minister stellte die Partner darauf ein, dass noch „sehr viel mehr“ zu tun sei. „Die Ukraine braucht unsere Hilfe.“ Da Russland einen völker­rechts­widrigen Krieg führe, handele der Westen nun aus „einer Position der moralischen Klarheit“. Dazu hätten sich bereits viele internationale Partner zusammen­geschlossen. Insgesamt seien bereits 5 Milliarden US‑Dollar bereitgestellt worden, allein 3,7 Milliarden Dollar vonseiten der USA, so Austin. Am Nachmittag wird sich der Verteidigungs­minister zu den Ergebnissen der Konferenz äußern.

Bundesregierung will Lieferung von Gepard-Panzern ermöglichen

Berlin geht nicht mit leeren Händen in die Gespräche mit den inter­nationalen Partnern. Die Bundesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Lieferung von Panzern aus Beständen der Industrie an die Ukraine erlauben. Dazu soll der Rüstungs­hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) grünes Licht erhalten, um technisch aufgearbeitete Gepard-Flug­abwehr­panzer aus früheren Beständen der Bundeswehr verkaufen zu können. Eine entsprechende Entscheidung wurde nach diesen Informationen im Grundsatz getroffen.

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Krauss-Maffei Wegmann verfügt über eine mittlere zweistellige Zahl dieser Panzer aus der aufgelösten Heeres­flug­abwehr der Bundeswehr. Der Gepard kann auch im Kampf gegen Bodenziele eingesetzt werden. Die Bekämpfung von fliegenden Zielen im Verbund mit anderen Kräften gilt dagegen als technisch deutlich anspruchsvoller.

RND/sic/dpa

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