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Gefangenenaustausch vor Weihnachten? Maas hofft nach Ukraine-Gipfel auf „ermutigendes Zeichen“

  • Außenminister Heiko Maas erkennt im Pariser Ukraine-Russland-Gipfel einige Fortschritte.
  • Worauf es jetzt aber ankomme, sei die Umsetzung des Vereinbarten.
  • Hier sieht Maas vor allem Russland in der Pflicht.
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Berlin. Außenminister Heiko Maas hat sich zufrieden mit den Beschlüssen des Ukraine-Gipfels in Paris gezeigt. „Dass nach drei Jahren überhaupt wieder auf Gipfelebene eine Verständigung auf konkrete Fortschritte möglich war, zeigt, dass sich die mühselige Vorarbeit gelohnt hat“, sagte der SPD-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zugleich mahnte Maas die Umsetzung der Beschlüsse an: „Was jetzt folgt, muss aber zählbar sein.“

Der SPD-Politiker sieht dabei insbesondere Russland in der Pflicht. „Es sollen ab sofort mehr Übergänge entstehen, um das Leben für die Menschen in der Ostukraine zu erleichtern. Dazu müssen aber zuallererst – wie vereinbart – die Waffen bis zum neuen Jahr vollständig zum Schweigen gebracht werden“, erläuterte er. Der Minister betonte: „Russland muss seinen Einfluss dazu geltend machen, damit die Waffenruhe diesmal von Dauer ist.“

„Gefangenenaustausch vor Weihnachten“

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Ein „ermutigendes Zeichen“ wäre es auch, wenn der vereinbarte Gefangenenaustausch vor Weihnachten stattfindet – „die vielen betroffenen Familien würden es uns allen danken“, so Maas.

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Der Außenminister bekräftigte seine Absicht, den Dialog im sogenannten Normandie-Format zwischen der Ukraine, Russland, Frankreich und Deutschland zur Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen weiter vorantreiben zu wollen. „Hier kommen wir allein mit Ausdauer und detaillierten Absprachen weiter, wir müssen Vertrauen hart erarbeiten“, betonte der Minister. Schließlich seien noch viele Fragen ungeklärt, etwa die Wahlen im Osten der Ukraine, das Sonderstatusgesetz und die Wiederherstellung der ukrainischen Kontrolle über die Grenze. „Dort bleibt noch weitere diplomatische Schwerstarbeit zu leisten“, sagte Maas dem RND.

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