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Geflüchtete brauchen Wohnraum

Immobilien­wirtschaft fordert weniger Hürden für Wohnungsn­eu­bau

Ein neues Wohnhaus und Baukräne in München.

Ein neues Wohnhaus und Baukräne in München.

Berlin. Angesichts der hohen Zahl ukrainischer Geflüchteter hat die Immobilien­wirtschaft die Bundes­regierung aufgefordert, die Hürden für den Bau neuer Wohnungen zu senken. Pro Jahr würden „mindestens 500.000 Wohnungen benötigt – und nicht 400.000, wie bisher von der Bundesregierung angepeilt“, sagte der Präsident des Zentralen Immobilien-Ausschusses, Andreas Mattner, dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Aktuell seien über 360.000 Geflüchtete aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Nach Schätzungen der UN könne diese Zahl auf bis zu 1,3 Millionen ansteigen. „Wir haben in Deutschland rund 1,6 Millionen leer­stehende Wohnungen, jedoch mit regional großen Unterschieden und einer gewissen Mieter­fluktuation. Das bedeutet, dass der Druck auf dem Wohnungs­markt besonders in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder Leipzig weiter zunehmen wird“, sagte Mattner. Die Menschen wollten sich schließlich dort ansiedeln, wo sie als Arbeitskräfte gebraucht würden.

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Um den zusätzlichen Wohnungs­bedarf zu decken, könne mehr gebaut werden. Allerdings stehe die Immobilien­wirtschaft „aufgrund aller Krisen vor kaum lösbaren Aufgaben, insbesondere bei kriegsbedingt explodierten Baukosten“, sagte Mattner. „Jetzt bedarf es eines Gründer­geistes wie nach der Wieder­vereinigung. Politik und Branche müssen alle bürokratischen Hürden aus dem Weg räumen.“ Mattner fügte hinzu: „Ich möchte nicht über Verteilungs­kämpfe spekulieren, und eine Neiddebatte braucht es nicht zu geben. Aber alle beteiligten Akteure müssen sich der Brisanz der Situation bewusst sein.“

Am Montag trifft sich im Kanzleramt Integrations­ministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) mit Flüchtlings­helfern und ‑helferinnen, die in den vergangenen Wochen nach Deutschland geflohene Menschen aus der Ukraine unterstützt haben.

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