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„Wir beteten zu Gott"

Evakuierte schildert Eindrücke aus Azovstal-Stahlwerk in Mariupol

Rauch steigt aus dem Stahlwerk Azovstal in Mariupol auf.

Rauch steigt aus dem Stahlwerk Azovstal in Mariupol auf.

Saporischschja. Eine Evakuierte aus dem Azovstal-Stahlwerk in der ukrainischen Stadt Mariupol hat die Stimmung in der von Russland attackierten Anlage beschrieben. Sie habe sich jede Nacht mit der Angst hingelegt, nicht wieder aufzuwachen, sagte Jelena Tsybultschenko nach ihrer Ankunft mit einem Konvoi aus Bussen und Krankenwagen in der von der Ukraine kontrollierten Stadt Saporischschja, etwa 230 Kilometer nordwestlich von Mariupol.

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„Sie können sich nicht vorstellen, wie beängstigend es ist, in der Notunterkunft zu sitzen, in einem nassen und feuchten Keller, der (unter Beschuss) erzittert“, sagte sie. „Wir beteten zu Gott, dass die Raketen über unsere Zuflucht fliegen, denn wenn sie die Unterkunft treffen, wären wir alle erledigt.“

Für die Zurückgebliebenen verdüsterten sich die Aussichten am Dienstag weiter. Die ukrainischen Verteidiger der Stahlfabrik berichteten, dass russische Streitkräfte mit der Erstürmung der Anlage begonnen hätten. Die Zahl der ukrainischen Kämpfer in dem Stahlwerk war unbekannt. Vor Wochen hatten die Russen ihre Zahl jedoch auf 2000 geschätzt. Es gab Berichte über 500 verletzte Soldaten in der Anlage. Die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sagte, einige Hundert Zivilisten seien noch dort.

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RND/AP

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