Ugandas Langzeitherrscher für sechste Amtszeit vereidigt

Ugandas Langzeitherrscher Yoweri Museveni hat sich erneut durchsetzen können und bleibt auch nach fünf Amstszeiten das Oberhaupt des ostafrikanischen Staates. Seine Wahl wurde begleitet von Vorwürfen der Manipulation. Sein Kontrahent Bobi Wine wurde im Wahlkampf mehrfach inhaftiert oder unter Hausarrest gestellt.

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Kampala. Im ostafrikanischen Uganda ist Langzeitherrscher Yoweri Museveni für eine sechste Amtszeit vereidigt worden. An der Zeremonie nahmen am Mittwoch trotz der Corona-Pandemie Tausende geladene Gäste in einer Freiluftarena in einem Vorort der Hauptstadt Kampala teil. Museveni hatte sich bei von Manipulationsvorwürfen begleiteten Wahlen im Januar mit 58 Prozent der Stimmen gegen Herausforderer Bobi Wine durchgesetzt.

Wine, ein ugandischer Popstar und Oppositionspolitiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Kyagulanyi, hatte Museveni Wahlbetrug vorgeworfen. Vor der Abstimmung war Wine mehrfach vorübergehend festgenommen und unter Hausarrest gesetzt worden.

Ugandische Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 500 seiner Anhänger kurz vor und nach der Wahl willkürlich verhaftet und verschleppt.

RND/dpa

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