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Udo Lindenberg wünscht sich von Merkel mehr Erklärung ihrer Politik

  • Gegen den Vertrauensverlust in Politik und Politiker würden mehr Gespräche mit den Bürgern helfen.
  • Das zumindest hält Rockmusiker Udo Lindenberg für ein gutes Mittel.
  • Eine aktuelle Umfage zeigt: das Vertrauen in politische Institutionen sinkt immer weiter.
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Augsburg. Der Rockmusiker Udo Lindenberg wünscht sich von Politikern mehr Verständlichkeit und eine bessere Fehlerkultur. "Man muss zum Beispiel klarmachen: Mit unserem Asylrecht haben wir eine Verantwortung, Leuten in Not zu helfen", sagte der Panik-Rocker der "Augsburger Allgemeinen".

Dabei seien in der Vergangenheit auch Fehler passiert, etwa die "totale Überforderung" von Behörden, sagte Lindenberg.

"Wir brauchen 'ne Kanzlerin, die den irritierten und verängstigten Menschen das vernünftig erklärt", sagte der 73-jährige Musiker. Solch eine "Rede an die Nation" wäre Lindenberg zufolge "das beste Mittel gegen den Rechtsruck".

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Die Politiker der etablierten Parteien müssten "mit den Leuten sprechen", Demokratie lebe "vom Dialog zwischen Bundestag und Straße", sagte der Künstler.

Das Vertrauen der Bundesbürger in fast alle politischen Institutionen ist laut einer aktuellen Umfrage im vergangenen Jahr weiter gesunken. Einzige Ausnahme ist das Amt des Bundespräsidenten, in das weiterhin 73 Prozent der Befragten Vertrauen haben. Dieser Wert hat sich gegenüber der Jahreswende 2018/19 nicht verändert, wie aus dem RTL/ntv-Trendbarometer von Forsa hervorgeht.

Das Vertrauen in die Bundeskanzlerin ging um 5 Prozentpunkte auf 50 Prozent zurück. Kommunalpolitiker verlieren leicht auf 48 Prozent, der Bundestag kommt auf 41 Prozent (minus 4 Prozent), die EU auf 40 Prozent (minus 1), die Bundesregierung auf 34 Prozent (minus 3).

Am Ende liegen die politischen Parteien, denen nur 16 Prozent der Befragten vertrauen (minus 2).

Starke Unterschiede zeigen sich laut Forsa vor allem zwischen AfD-Anhängern und anderen Wahlberechtigten. So haben nur 19 Prozent der AfD-Sympathisanten Vertrauen in den Bundespräsident. Unter den übrigen Wahlberechtigten sind es 81 Prozent. Auch in die anderen politischen Institutionen vertrauen AfD-Anhänger wenig: Bundestag 7 Prozent, Kanzlerin 5 Prozent, Bundesregierung 4 Prozent und Parteien 3 Prozent.

RND/cle/epd/dpa

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