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Überfüllte Flüchtlingslager - Griechenland verschärft sein Asylverfahren

  • Die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sind massiv überfüllt, seit Wochen setzen täglich Hunderte neue Migranten aus der Türkei über.
  • Nun will Griechenland gegensteuern und verschärft sein Asylverfahren.
  • Wer nicht kooperiert, soll in geschlossene Abschiebelager gebracht werden.
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Athen. Griechenland wird mit einem neuen Gesetz das Asylverfahren beschleunigen und nicht kooperierende Migranten ausweisen. Dies kündigte der Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Parlament in Athen am Freitag mit.

"Die Weigerung zu kooperieren, wird künftig Konsequenzen haben", sagte Mitsotakis. Das gelte auch für Migranten, die sich weigerten, von einem Flüchtlingslager zu einem anderen gebracht zu werden, oder die zu Gesprächen in Zusammenhang mit ihrem Asylantrag nicht erschienen. Wer nicht kooperiere, solle in geschlossen Abschiebelagern interniert werden, teilte Mitsotakis mit.

Am Freitagnachmittag wollte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer - nach seinem Besuch in der Türkei - in Athen ein Bild von der Lage machen und ausloten, wie Deutschland den Griechen helfen könnte.

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30.000 Migranten harren in Registrierlagern der griechischen Inseln aus

Griechenland hofft nach Mitsotakis, die Lage in den überfüllten Registrierlagern auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos zu entschärfen. Bis Ende 2020 sollen mehr als 10.000 Migranten, die kein Bleiberecht haben, aus den Inseln in die Türkei zurückgeschickt werden. 20.000 Migranten, die Bleiberecht bekommen, sollen zum Festland gebracht und in Wohnungen in allen Regionen des Landes untergebracht werden.

In den Registrierlagern der griechischen Inseln im Osten der Ägäis harren zurzeit mehr als 30.000 Migranten aus. Seit Wochen setzen täglich Hunderte neue Migranten aus der Türkei über. Die Lager können aber nicht mehr als 7000 Menschen aufnehmen.

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RND/dpa