• Startseite
  • Politik
  • Twitter verschärft Regeln zur US-Wahl – vor allem für Politiker mit mehr als 100.000 Followern

Twitter verschärft Regeln zur US-Wahl – vor allem für Politiker mit mehr als 100.000 Followern

  • Wenige Wochen vor der US-Präsidentenwahl hat Twitter neue Regeln bekannt gegeben, die Falschinformationen vorbeugen sollen.
  • Für Politiker mit mehr als 100.000 Followern sind die Auflagen besonders scharf.
  • Kandidaten sollen nicht vorzeitig ihren Sieg verkünden können.
Anzeige
Anzeige

Oakland. Der Kurzmitteilungsdienst Twitter hat neue Regeln und Vorkehrungen gegen Falschinformationen bei der US-Präsidentenwahl am 3. November bekanntgegeben. So solle verhindert werden, dass Kandidaten vorzeitig ihren Sieg erklären, erklärte das Unternehmen am Freitag. Solche Tweets sollen gekennzeichnet und Nutzer direkt zur offiziellen Webseite mit den Wahlergebnissen geleitet werden. Aufrufe zu politischer Gewalt sollen unterbunden werden.

Für Politiker mit mehr als 100.000 Followern werden die Regeln zusätzlich verschärft. Sollten sie irreführende Informationen twittern, werden sie mit einem Hinweis versehen, dass diese Angaben umstritten seien. Jeder Nutzer, der einen solchen Tweet sehen will, muss erst diese Warnung zur Kenntnis nehmen. Tweets, die als irreführend oder falsch eingestuft worden sind, können nicht geliked, retweeted oder kommentiert werden. Diese Regeln gelten auch für Präsident Donald Trump mit 87 Millionen und dem demokratischen Kandidaten Joe Biden mit zehn Millionen Followern.

Twitter will User zu eigenen Kommentaren motivieren

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Auch allgemein soll es erschwert werden, Tweets weiterzuleiten, die als irreführend und falsch gekennzeichnet worden seien, hieß es weiter. Das könnten auch Äußerungen etwa zur Corona-Pandemie oder Inhalte mit manipulierten Fotos und Videos sein. Nutzer, die solche Posts retweeten wollen, würden einen Hinweis bekommen, der sie zu glaubwürdigen Informationen zum Thema führen könnte.

Video
USA: Immer mehr ältere Wähler wollen für Demokrat Joe Biden stimmen
1:25 min
US-Präsident Donald Trump kommt derzeit eine Wählergruppe abhanden, die vor vier Jahren noch überzeugt hinter ihm stand.

Vom 20. Oktober an sollen Nutzer, die einen Tweet weiterleiten wollen, auch dazu motiviert werden, selbst einen Kommentar hinzuzufügen. Man hoffe, "alle nicht nur dazu zu ermutigen, zu erwägen, warum sie einen Tweet vervielfältigen, sondern die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Leute ihre eigenen Gedanken, Reaktionen und Perspektiven der Konversation hinzufügen".

Anzeige

Twitter folgte damit dem Beispiel von Facebook, das am Donnerstag seine Regeln zur US-Wahl bekanntgegeben hatte.

RND/AP

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen