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Trump weigert sich, Rechtsradikale eindeutig zu verurteilen

  • US-Präsident Donald Trump weigert sich beim ersten TV-Duell, Rechtsradikale und bewaffnete rechte Gruppen eindeutig zu verurteilen.
  • Stattdessen betont er, dass Linke „das Problem“ seien.
  • Herausforderer Joe Biden bezeichnet Trump während der Debatte als Rassisten.
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Cleveland. US-Präsident Donald Trump hat sich geweigert, Rechtsradikale und bewaffnete rechte Gruppen eindeutig zu verurteilen. „Fast alles, was ich sehe, ist vom linken Rand, nicht vom rechten Rand“, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) bei der TV-Debatte gegen seinen Präsidentschafts-Herausforderer Joe Biden über die Gewalt in US-Städten.

Auf Drängen von Morderator Chris Wallace sagte Trump schließlich, diese Gruppen sollten sich zurückhalten, distanzierte sich aber nicht direkt von ihnen, sondern griff die linke Gruppierung Antifa an: "Jemand muss etwas gegen Antifa und die Linke tun, weil dies kein Problem des rechten Flügels ist, sondern ein Problem des linken Flügels".

Joe Biden bezeichnete Trump als Rassisten

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Joe Biden bezeichnete Trump während der Debatte als Rassisten. Der Kandidat der Demokratischen Partei hielt Trump vor, er habe nach dem Tod von George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai versucht, „rassistischen Hass zu erzeugen, rassistische Spaltung“.

Trump reagierte darauf mit der Anschuldigung, Biden habe die Black Community, die Gemeinschaft der Schwarzen in den USA, schlechter behandelt als jeder andere und sie als „Super-Raubtiere“ bezeichnet. Biden rief dazu auf, Kindern welcher Hautfarbe auch immer endlich umfassende Chancengleichheit zu ermöglichen. „Wir können den Rassismus in Amerika überwinden.“ Aber Trump schaue auf alle herab, die kein Geld oder eine andere Hautfarbe hätten.

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Vorwurf an Trump: Fehlende Abgrenzug von rechtsradikalen Gruppen

Kritiker hatten Trump immer wieder vorgeworfen, sich nicht deutlich genug von rechtsradikalen Gruppen abzugrenzen. Nachdem in Charlottesville im Bundesstaat Virginia 2017 eine Gegendemonstrantin auf einem Neonazi-Aufmarsch getötet worden war, hatte Trump für einen Aufschrei der Empörung gesorgt, als er sagte, es habe auf beiden Seiten "sehr gute Menschen" gegeben.

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Auch in diesem Jahr heizten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz immer wieder Gruppen Gewalt an, die auch dem rechten Spektrum zugeordnet werden.

RND/dpa

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