• Startseite
  • Politik
  • TV-Duell: Trump behauptet, Biden wolle US-Ölindustrie zerstören

Trump im TV-Duell: Biden will Ölindustrie zerstören

  • Im letzten TV-Duell vor der Präsidentschaftswahl streiten Präsident Donald Trump und sein Konkurrent Joe Biden über die Ölindustrie.
  • Als Biden über Folgen der Ölindustrie spricht, springt Trump direkt darauf an.
  • Trotz Klimaplan will der Demokrat fossile Treibstoffe aber nicht verbieten.
Anzeige
Anzeige

Washington. Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und Präsident Donald Trump haben sich einen Schlagabtausch über den Klimawandel und die Ölindustrie geliefert. Die USA müssten saubere Energie fördern und sich letztlich von der Nutzung von Öl entfernen, sagte Biden bei der TV-Debatte mit Trump in Nashville (Tennessee) am Donnerstagabend. „Die Ölindustrie verschmutzt erheblich. Sie muss mit der Zeit durch erneuerbare Energie ersetzt werden.“

Trump reagierte direkt: „Das ist eine große Aussage“, sagte er und überlegte laut, ob Wähler in US-Staaten wie Texas, Oklahoma und Pennsylvania zuhörten. „Im Grunde sagt er, dass er die Ölindustrie zerstören wird", sagte Trump.

Biden will fossile Treibstoffe nicht verbieten

Nach dem Klimaplan von Bidens Wahlkampfteam sollen die USA bis 2050 netto keine Treibhausgas-Emissionen haben. Biden kündigte an, Subventionen der US-Bundesregierung für die Öl- und Gasindustrie aufzuheben. Sein Vorhaben sieht aber kein Verbot von schädlichen fossilen Brennstoffen vor.

Anzeige

Nach der Debatte sagte Biden Reportern, er werde fossile Treibstoffe nicht verbieten und sich „lange Zeit“ nicht davon entfernen. Biden plädiert für einen Übergang von 30 Jahren zu einer CO2-freien Wirtschaft. Der Präsidentschaftskandidat sagte, die USA hätten eine moralische Pflicht, den Klimawandel anzugehen. Trump hat die Wissenschaft hinter dem Klimawandel in Frage gestellt.

Die Schicksalswahl Der Newsletter mit Hintergründen und Analysen zur Präsidentschaftswahl in den USA.
Anzeige

Bidens Aussagen könnten der Demokratischen Partei in US-Staaten mit einer ausgeprägten Ölindustrie schaden. Die demokratische Abgeordnete Kendra Horn aus Oklahoma schrieb bei Twitter, dass sie nicht mit Biden übereinstimme. „Wir müssen für unsere Öl- und Gasindustrie eintreten“, teilte sie mit.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen