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Türkisches Parlament billigt “Friedenstruppe” für Aserbaidschan

  • Die Türkei will Soldaten zur Überwachung des Waffenstillstands nach Aserbaidschan entsenden.
  • Das türkische Parlament stimmte dem am Dienstag zu.
  • Russland reagiert darauf reserviert.
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Ankara. Das türkische Parlament hat der Stationierung türkischer Soldaten für einen Friedenssicherungseinsatz in Aserbaidschan zugestimmt. In einem Votum per Handzeichen gaben sie der Regierung am Dienstag das Mandat, Soldaten zur Überwachung des Waffenstillstandes in der Kaukasusregion Berg-Karabach in ein türkisch-russisches Beobachtungszentrum zu entsenden. Der Waffenstillstand beendete sechs Wochen schwerer Kämpfe zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen in Berg-Karabach.

Vier von fünf Parteien im Parlament stimmten dem Beschluss zu. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Ismet Yilmaz, sagte: „Die Türkei und Aserbaidschan, sie sich als ein Staat und zwei Völker betrachten, werden weiterhin zusammen für ihre Unabhängigkeit und Zukunft kämpfen.“ Es sei „unsere historische strategische Verantwortung“, sicher zu stellen, dass türkische Soldaten ihren Dienst im gemeinsamen Beobachtungszentrum aufnähmen, um den Waffenstillstand zu erhalten.

Russland: Türkische Soldaten sollen nicht nach Berg-Karabach

Die Zahl der türkischen Soldaten für den Einsatz wird noch von der Regierung festgelegt. Dem Parlamentsbeschluss zufolge ist auch die Entsendung zivilen Personals möglich. Russische Regierungsvertreter haben erklärt, dass die türkische Rolle auf die Arbeit im Beobachtungszentrum begrenzt sein werde und türkische Soldaten nicht nach Berg-Karabach gehen sollen. Außenminister Sergej Lawrow sagte, die Kontrolle des Waffenstillstandes solle vor allem mit Drohnen und anderen technischen Mitteln erfolgen.

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In der vergangenen Woche hatten Russland und die Türkei eine Vereinbarung zur Errichtung eines gemeinsamen Beobachtungszentrums in Aserbaidschan unterzeichnet. Die Details für diesen Einsatz sind noch nicht ausgearbeitet.

RND/AP

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