Türkische Soldaten bei Angriff in Syrien getötet

  • In der syrischen Provinz Idlib ist es zu Zusammenstößen zwischen Soldaten der türkischen Armee und der syrischen Regierungstruppen gekommen.
  • Ankara meldete den Tod von vier türkischen Soldaten.
  • Auch auf der syrischen Seite soll es mehrere Tote geben.
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Istanbul. Vier türkische Soldaten sind nach Angaben aus Ankara in der nordwestsyrischen Provinz Idlib bei Beschuss durch syrische Regierungstruppen getötet worden. Neun Soldaten wurden nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums am Montag verletzt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte vor einer Reise in die Ukraine, die Türkei habe einen Gegenangriff gestartet, der andauere. Dabei seien 30 bis 35 Syrer "außer Gefecht gesetzt" worden, sagte Erdogan. Ob es sich dabei um Regierungssoldaten handelte, blieb zunächst unklar. Es sei nicht möglich, einen solchen Angriff unbeantwortet zu lassen, sagte Erdogan. "Wir werden weiter Rechenschaft dafür verlangen." An Russland gerichtet mahnte er: "Ihr solltet uns nicht im Wege stehen."

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden bei einem Feuergefecht beider Seiten sechs syrische Soldaten getötet. Es habe sich nahe der syrischen Stadt Sarakeb ereignet.

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Syrien und Russland: Angriffe richteten sich gegen Terroristen

Die syrische Armee, die von Russland unterstützt wird, hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten des Landes begonnen.

Das russische Militär teilte am Montag mit, die türkische Seite habe die Russen nicht über ihre Bewegungen informiert. Dabei seien sie unter Beschuss der syrischen Regierungstruppen gekommen, die gegen "Terroristen" westlich des Orts Sarakib in der Provinz Idlib vorgehen wollten.

Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg das letzte große Rebellengebiet. Kontrolliert wird es von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Syrien und Russland argumentieren , ihre Angriffe in der Region richteten sich gegen Terroristen.

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Die Gewalt hatte zuletzt zugenommen. Sie ging auch weiter, nachdem Russland vor drei Wochen eine neue Waffenruhe verkündet hatte. Erdogan hatte Russland vergangene Woche vorgeworfen, sich nicht an mit Ankara getroffene Absprachen zu halten. Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Rebellen.

RND/dpa/AP

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