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Türkische Gemeinde empört über “Sprachverbote” für Grundschülerin

  • Nach der Strafarbeit für eine Drittklässlerin, die in der Schulpause mit einer Freundin Türkisch gesprochen haben soll, fordern türkische Verbände eine offizielle Entschuldigung bei der Schülerin und deren Familie.
  • Die Türkische Gemeinde in Deutschland, die Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland und der Bund der türkischen Lehrervereine in Deutschland zeigten sich empört.
  • Der Vorfall ereignete sich im im Schwarzwald-Baar-Kreis.
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Freiburg. In einem gemeinsamen Brief unter anderem an die Kultusministerkonferenz und die Grundschulleitung verlangten sie zudem eine Stellungnahme der Schule bezüglich des Vorgehens der Lehrerin. Der Fall beschäftigt die Schulaufsicht. Das Regierungspräsidium Freiburg kündigte eine Stellungnahme an.

Die Lehrerin hatte nach Angaben des Anwalts der Familie für die halbseitige Strafarbeit das Thema vorgegeben: "Warum wir in der Schule Deutsch sprechen!" Laut Regierungspräsidium gibt es kein generelles Verbot, sich in der Schule oder gar in der Pause in einer nicht-deutschen Sprache zu unterhalten. Allerdings gebe es Situationen, in denen es aus pädagogischen Gründen angezeigt sei, auf Deutsch miteinander zu kommunizieren.

Verbände: Diskriminierende Haltung gegenüber dem Türkischen

"Kinder haben das Recht, ihre Muttersprache(n) zu sprechen. Dies muss für Französisch und Englisch genauso gelten wie für Türkisch, Arabisch oder Polnisch", so die Verbände. "Anstelle von Sprachverboten sollte vielmehr die Anerkennung, die Wertschätzung und die institutionelle Förderung der Mehrsprachigkeit und damit auch der Herkunftssprachen im Vordergrund stehen." Das Beispiel aus Südbaden zeige, dass es eine diskriminierende Haltung gegenüber dem Türkischen gebe. Dies gefährde den sozialen Frieden.

RND/dpa

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