Türkei führt Angriffe auf syrische Truppen fort

  • Der bewaffnete Konflikt zwischen den türkischen und den syrischen Truppen kommt nicht zur Ruhe.
  • Die Türkei hat ihre Angriffe auf die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad fortgesetzt.
  • Nach eigenen Angaben hat sie dabei zwei syrische Kampfflugzeuge abgeschossen.
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Istanbul. Nach den massiven türkischen Vergeltungsangriffen in Syrien vom Samstag greift die Türkei nach eigenen Angaben weiter Regierungstruppen an. Der Einsatz erhielt zudem den Namen “Operation Frühlingsschild”, wie der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Sonntag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag sagte. “Die Operation Frühlingsschild, die nach dem schändlichen Angriff am 27. Februar in Idlib gestartet wurde, wird erfolgreich fortgesetzt”, sagte er demnach.

Nach eigenen Angaben hat die Türkei zwei syrische Kampfflugzeuge abgeschossen. Es handele sich dabei um zwei Flugzeuge des Typs SU-24 aus russischer Produktion, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Sonntag mit. Die Flugzeuge hätten türkische Kampfjets angegriffen, hieß es zur Begründung. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die syrische Staatsagentur Sana berichteten von dem Abschuss zweier syrischer Kampfflugzeuge in der Provinz Idlib.

Das Verteidigungsministerium in Moskau wies die Berichte über einen Abschuss des Suchoi-Kampfjets vom Typ SU-24 der russischen Luftstreitkräfte in Idlib zurück. Es handele sich um „Fake“-News. Die Flugzeuge der Russischen Föderation erfüllten ihre Aufgaben und seien in normalem Betrieb. Der syrische Präsident Baschar al-Assad wird im syrischen Bürgerkrieg von Russland unterstützt, die Türkei dagegen steht auf Seite der Rebellen.

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Das türkische Verteidigungsministerium teilte weiter mit, man habe zwei Luftabwehrsysteme zerstört, nachdem diese eine türkische Drohne abgeschossen hätten.

Am Donnerstagabend waren durch Angriffe der syrischen Regierung in der Provinz Idlib nach neuesten Angaben 36 türkische Soldaten getötet worden. Die Türkei hatte am Samstag massive Vergeltungsangriffe auf syrische Truppen gestartet.

Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg islamistische Rebellen, der syrische Präsident Baschar al-Assad dagegen wird von Russland unterstützt. Akar betonte, die Türkei habe kein Interesse an einem Konflikt mit Russland. Sie wolle vielmehr das "Massaker" der syrischen Regierung beenden und eine neue Migrationswelle verhindern. Er appellierte erneut an Russland, auf die syrische Regierung einzuwirken, damit diese die Angriffe einstelle.

RND/dpa

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