Erdogan wünscht Frankreich schnellen Macron-Abgang

  • Zwischen dem türkischen Präsidenten und seinem französischen Amtskollegen brodelt es schon seit einiger Zeit.
  • Am Freitag hat Erdogan nachgelegt.
  • Er unterstellt Frankreich den Verlust seiner Glaubwürdigkeit und wünscht sich, dass es Emmanuel Macron schnellstmöglich los wird.
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Istanbul. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut gegen seinen französischen Amtskollegen ausgeteilt. Er wünsche sich für Frankreich, dass es so bald wie möglich den „Ärger“ Emmanuel Macron los sei, sagte Erdogan nach den Freitagsgebeten in Istanbul. Wenn nicht, werde Frankreich nicht die Protestbewegung der Gelbwesten überwinden können, die soziale Ungerechtigkeit im Land anprangert.

Erdogan warf Frankreich zudem vor, seine Glaubwürdigkeit als Vermittler in der Minsk-Gruppe verloren zu haben, die in den 1990er Jahren geschaffen wurde, um den Konflikt um Berg-Karabach zu lösen. Frankreich stellte sich in dem Konflikt auf die Seite Armeniens, die Türkei dagegen auf die Seite Aserbaidschans.

Erdogan und Macron haben jeweils rhetorisch schweres Geschütz aufgefahren. Frankreich und die Türkei liegen über mehrere Themen im Streit, von Fragen über Meinungsfreiheit und Islamfeindlichkeit über Erdgasvorkommen und deren Förderung im östlichen Mittelmeer bis zum Vorgehen im Bürgerkriegsland Libyen.

RND/AP

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