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“Tui und Co. einfach mal absaufen” lassen: Grünen-Lokalpolitiker empört mit Corona-Tweet

  • Mit einem Tweet über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat ein Lokalpolitiker der Grünen in Dresden den Zorn vieler Twitter-Nutzer auf sich gezogen.
  • Er hatte angeregt, Unternehmen pleite gehen zu lassen, um ein neues Wirtschaftssystem auszuprobieren.
  • Den Tweet hat er mittlerweile gelöscht.
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Ein Lokalpolitiker aus Dresden hat am Wochenende den Zorn vieler Twitter-Nutzer auf sich gezogen. Robert Schlick, Stadtrat für die Grünen, schrieb in einem inzwischen gelöschten Tweet: “Ich schlage vor, dass wir die Wirtschaft jetzt mal gegen die Wand fahren. Lassen wir doch Tui und Co. einfach mal absaufen. Und dann probieren wir etwas Neues aus, etwas, das klima-, umwelt- und menschenfreundlicher ist.” Das berichten die “Dresdner Neuesten Nachrichten”.

Neben unflätigen Beschimpfungen und üblen Pöbeleien setzten sich zahlreiche Kommunalpolitiker verschiedener Parteien mit dem Text auseinander. “Unglaublich, so etwas in einer Stadt abzusondern, die auch ein Stück weit vom Tourismus lebt”, schrieb etwa ein FDP-Stadtrat.

Auch Sachsens Bildungsminister Christian Piwarz (CDU) äußerte sich bei Facebook: “Die Fantasien eines grünen Stadtrats”, schrieb Piwarz. Die Situation derzeit sei ohnehin schon schwer genug. “Dann kommen noch solche Salonrevolutionäre aus ihren Löchern.”

Der Grünen-Politiker reagierte auf mit einem weiteren Tweet auf die Kritik: “Ich gebe zu, das war in der ursprünglichen Aussage ungünstig formuliert.” Er wolle keine “DDR 2.0”, sondern eine Diskussion über eine umwelt- und klimafreundlichere Wirtschaftsform anstoßen.

DNN/pach/RND

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