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Türkisches Gericht verurteilt Polizist wegen Todes von jüngstem Gezi-Opfer zu Haftstrafe

  • Vor acht Jahren waren in der Türkei landesweit die sogenannten Gezi-Proteste gegen den autoritären Führungsstil Erdogans ausgebrochen.
  • Dabei kam ein Teenager ums Leben.
  • Nun hat ein Gericht einen Polizisten zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
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Istanbul. Acht Jahre nach den regierungskritischen Gezi-Protesten in der Türkei hat ein Gericht einen Polizisten im Zusammenhang mit dem Tod des jüngsten Opfers der Proteste verurteilt. Der Mann sei wegen Tötung zu 16 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag.

Elvan war im Juni 2013 am Rande der Gezi-Proteste im Istanbuler Viertel Okmeydani von einer Tränengaskartusche am Kopf verletzt worden. Nach Darstellung von Elvans Eltern war der Teenager unterwegs gewesen, um Brot zu kaufen. Am 11. März 2014 starb der Junge im Alter von 15 Jahren nach monatelangem Koma.

Die Gezi-Proteste entzündeten sich Ende Mai 2013 an der geplanten Bebauung des Gezi-Parks in Istanbul. Sie weiteten sich zu landesweiten Demonstrationen gegen den als immer autoritärer empfundenen Führungsstil Recep Tayyip Erdogans aus. Erdogan war damals Ministerpräsident. Seit August 2014 ist er Staatspräsident.

RND/dpa

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