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Diplomatische Krise in der Türkei: EU-Botschafter begrüßt Entspannung im Streit mit Erdogan

  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag gedroht, zehn Botschafter auszuweisen.
  • Am Sonntag gab Erdogan bekannt, von einer Ausweisung doch abzusehen.
  • Der EU-Botschafter in der Türkei, Nikolaus Meyer-Landrut hat nun die Entspannung im diplomatischen Streit begrüßt.
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Istanbul. Der EU-Botschafter in der Türkei, Nikolaus Meyer-Landrut, hat die Entspannung im Streit um eine drohende Ausweisung von westlichen Diplomaten begrüßt. „Es ist jetzt, ich glaube, für alle ein gesichtswahrender Ausweg gefunden worden“, sagte der Leiter der EU-Delegation in Ankara der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Man könne hoffen, auf dieser Grundlage nun weiter zusammenzuarbeiten. Es gebe viele gemeinsame Interessen und Herausforderungen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag mit der Ausweisung der Botschafter aus zehn westlichen Ländern gedroht, darunter aus Deutschland und aus den USA, gedroht, und damit für einen Eklat gesorgt. Hintergrund war eine von den Botschaftern gemeinsam veröffentlichte Forderung, den in der Türkei inhaftierten Kulturförderer Osman Kavala freizulassen.

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Ein tiefes Zerwürfnis konnte am Montag jedoch abgewendet werden: Die betroffenen Botschaften veröffentlichten eine zweite Erklärung, in der sie deutlich machten, sich weiter an Artikel 41 des Wiener Übereinkommens zu halten. Der Artikel weist Diplomaten unter anderem an, sich nicht in innere Angelegenheiten des Empfangsstaats einzumischen. Erdogan machte daraufhin deutlich, die Botschafter doch nicht ausweisen zu wollen.

RND/dpa

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