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  • Tübingen: Munitionsamnestie beim KSK - Staatsanwaltschaft ermittelt

Staatsanwaltschaft in Tübingen ermittelt wegen Munitionsamnestie beim KSK

  • Jüngst war der Vorwurf einer „Amnestie“ für mutmaßliche Munitionsdiebe beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in Calw bekannt geworden.
  • Nun reagiert die Staatsanwaltschaft in Tübingen.
  • Sie hat ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet.
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Berlin. Die Staatsanwaltschaft in Tübingen hat ein Vorermittlungsverfahren wegen der Amnestie für mutmaßliche Munitionsdiebe beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in Calw eingeleitet.

„Wir prüfen, ob strafbare Handlungen vorliegen, und haben deshalb ein Vorermittlungsverfahren aufgenommen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Nicolaus Wegele, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Bei den Soldaten könnte ein Verstoß gegen das Waffengesetz oder das Kriegswaffenkontrollgesetz vorliegen, bei den Vorgesetzten Strafvereitelung oder Strafvereitelung im Amt.“

Er fügte hinzu: „Die Prüfungen stehen noch ganz am Anfang. In vier bis sechs Wochen können wir möglicherweise mehr dazu sagen.“ Anlass seien einschlägige Medienberichte gewesen. Die Amnestie gilt auch im Verteidigungsministerium als rechtlich heikel.

Die KSK-Soldaten konnten zwischen März und Mai 2020 auf Anordnung des Kommandeurs Markus Kreitmayr Munition zurückgeben, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Sie machten davon in großem Umfang Gebrauch.

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