Wahl in Tschechien: Regierungschef Babis liegt bei Zwischenstand knapp vorn

  • Kurz vor der Wahl in Tschechien wurde Regierungschef Andrej Babis im Rahmen der Pandora-Papers Geldwäsche vorgeworfen.
  • Nach Auszählung von 90 Prozent der Wahlbezirke liegt seine Partei vorn.
  • Es zeichnet sich ein knappes Rennen ab.
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Prag. Die Auszählung der Parlamentswahl in Tschechien bleibt spannend: Nach dem letzten Zwischenstand dürfte die Partei des populistischen Regierungschefs Andrej Babis nur ganz knapp stärkste Kraft werden. Nach Auszählung von 90 Prozent der Wahlbezirke lag die Partei ANO des Multimilliardärs am Samstag bei 28 Prozent der Stimmen. Dicht auf den Fersen folgte das konservative Oppositionsbündnis Spolu (Gemeinsam) mit 26,7 Prozent.

Mit dem Drittplatzierten, der Allianz aus Piraten- und Bürgermeisterpartei, hätte Spolu damit eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus in Prag. Präsident Milos Zeman hat jedoch in der Vergangenheit mehrmals betont, dass er immer der stärksten Einzelpartei den Regierungsauftrag geben werde. Der 77-Jährige macht aus seiner Unterstützung für Babis keinen Hehl.

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Es zeichnete sich eine höhere Beteiligung als bei der letzten Wahl vor vier Jahren ab. Sie dürfte bei knapp 65 Prozent liegen.

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Babis war auf den letzten Wahlkampfmetern von einer Finanzaffäre eingeholt worden. Nach Recherchen eines internationalen Journalistennetzwerks soll er 2009 über dubiose Briefkastenfirmen Immobilien in Frankreich gekauft haben. Der 67-Jährige, der sich selbst als Korruptionsbekämpfer darstellt, bestritt Vorwürfe der Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

RND/dpa

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