Militärdienst: Neue US-Regierung kippt Trumps Transgenderregeln

  • Unter Ex-US-Präsident Donald Trump durften Amerikaner nur noch mit ihrem „Geburtsgeschlecht“ beim Militär dienen.
  • Das Verteidigungsministerium will diese weitreichenden Beschränkungen nun aufheben.
  • Die neuen Vorschriften sollen Transgenderpersonen erlauben, zum Militär einzurücken und offen in ihrem selbst identifizierten Geschlecht zu dienen – wenn sie die Militärstandards erfüllen.
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Washington. Das US-Verteidigungsministerium will die weitreichenden Beschränkungen für Transgenderpersonen im Militärdienst aufheben. Neue Richtlinien sollten ihnen besseren Zugang zu medizinischer Hilfe und Unterstützung bei einer Geschlechtsumwandlung ermöglichen, sagten Beamte des Ministeriums am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP.

Die neuen Vorschriften erlauben es demnach Transgenderpersonen, die die Militärstandards erfüllen, zum Militär einzurücken und offen in ihrem selbst identifizierten Geschlecht zu dienen.

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US-Präsident Joe Biden hatte kurz nach seinem Amtsantritt die von seinem Vorgänger Donald Trump erlassenen Beschränkungen für den Militärdienst von Transgenderpersonen aufgehoben und das Verteidigungsministerium angewiesen, binnen zwei Monaten neue Richtlinien zu erlassen. Verteidigungsminister Lloyd Austin hat außerdem angeordnet, alle Fälle zu überprüfen, in denen Militärangehörige wegen ihrer Geschlechtsidentität aus dem Dienst entlassen worden sind.

Bis vor fünf Jahren konnten Militärangehörige aus dem US-Militärdienst entlassen werden, wenn sie Transgender waren. Ab 2016 durften sie bei den Streitkräften bleiben, ab 2017 sollten sie sich auch rekrutieren lassen können. Dieses Vorhaben stoppte Trump jedoch und verkündete, Menschen sollten nur noch mit ihrem „Geburtsgeschlecht“ beim Militär dienen dürfen.

Nach längeren Rechtsstreitigkeiten wurde dieses Vorhaben dahingehend entschärft, dass Personen, die vor April 2019 eine Hormonbehandlung oder Geschlechtsumwandlung hatten, in den Streitkräften bleiben durften. Neu beitreten durften Transgenderpersonen aber nicht.

RND/AP

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