Trumps Mann für Cybersicherheit: Giulianis Handy-Panne

  • Rudy Giuliani berät Donald Trump in Sicherheitsfragen im Internet.
  • Nun macht ein Vorfall aus dem Jahr 2017 in den USA Schlagzeilen.
  • Offenbar nimmt Giuliani die eigene „Cybersecurity“ auf die leichte Schulter.
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Washington. Rudy Giuliani ist Donald Trumps Anwalt und Mann fürs Grobe. Er steht auch mit im Zentrum der Ukraine-Affäre, die zur Amtsenthebung gegen den US-Präsidenten führen könnte. Was weniger bekannt ist: Der ehemalige Bürgermeister von New York dient Trump seit 2017 auch als Berater für Cybersecurity, also für Sicherheitsfragen im Digitalen.

Besonders geeignet scheint er für dieses Amt aber nicht zu sein, wie nun ein Bericht des „San Jose Mercury News“ aus dem Silicon Valley nahelegt. Demnach tauchte der New Yorker nur 26 Tage nach seiner Berufung zum Cybersecurity Adviser in einem Apple-Store in San Francisco auf. Sein Problem: Er hatte zehnmal die falsche PIN in sein Handy eingegeben, woraufhin ihm das Gerät den weiteren Zugriff verweigerte.

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JOE BIDEN: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber sieht Amerika in einem "Kampf um die Seele dieser Nation" und will Trump deswegen bei der US-Wahl 2020 herausfordern. Umfragen sehen im ehemaligen Senator und Vizepräsidenten den derzeit aussichtsreichsten Gegner Trumps, auch wenn der 76-Jährige bei Auftritten zuletzt immer wieder schwächelte. Trump bezeichnet ihn als "Sleepy Joe" - als "schläfrigen Joe". Unter Trumps Vorgänger Barack Obama war Biden von 2009 bis 2017 Vizepräsident.  @ Quelle: imago images / ZUMA Press
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Apple verfasste ein internes Memo

Ob man ihm in dem Store wirklich helfen konnte, ist nicht ganz klar: Zwar half ein Mitarbeiter Giuliani dabei, das Gerät zu löschen und neu zu starten. Zunächst hatte er aber keinen Zugriff auf seine Daten. Diese sollte er über ein iCloud-Back-up wieder einspielen. Ob das passiert ist, ist nicht klar. Das Unternehmen verfasste nach dem Vorfall ein internes Memo.

Ein Apple-Mitarbeiter wird in US-Medien mit den Worten zitiert, Giuliani habe sich „sehr schlampig“ verhalten und habe nicht einmal „die Fundamente beherrscht, sein eigenes Gerät abzusichern“. Ein Experte des FBI kritisierte zudem, Giuliani hätte in dieser Situation „niemals zu einem kommerziellen Dienstleister gehen dürfen“. Vielmehr hätte er sich Hilfe von Experten im Weißen Haus holen müssen.

RND/cb