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Trumps Leibarzt bestätigt: US-Präsident hatte Fieber und bekam Sauerstoff

  • Wie geht es Donald Trump wirklich? Wie schwer verläuft die Infektion mit dem Coronavirus?
  • Darüber kann in diesen Tagen wohl nur spekuliert werden.
  • Am Sonntag äußerte sich erneut der Leibarzt des Präsidenten, Sean Conley.
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US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Corona-Infektion auf dem Weg der Besserung. Zwar seien seine Sauerstoffwerte am Samstag plötzlich gefallen, aber sein Zustand habe sich weiter verbessert, sagte Trumps Leibarzt Sean Conley am Sonntag. Am Freitag habe Trump “hohes Fieber” und einen Sauerstoffgehalt im Blut von unter 94 Prozent gehabt, und das auch am Samstag. Aktuell stehe er bei 98 Prozent, so Trumps Ärzteteam. Wenn es ihm weiter so gut gehe wie bisher, könne er womöglich schon am (morgigen) Montag entlassen werden.

Seit dem Bekanntwerden von Trumps Infektion kursieren Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. Informationen aus anonymen Quellen stehen dabei gegen offizielle Erklärungen. Conley räumte am Sonntag ein, dass er Trumps Krankheitsverlauf am Vortag habe herunterspielen wollen. Das sei aber nicht geschehen, um etwas zu verbergen. Vielmehr sei ihm daran gelegen gewesen, die “optimistische Einstellung” von Trump und des Ärzteteams widerzuspiegeln.

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1. Oktober: Am Abend vor dem positiven Corona-Test ekhrt Donald Trump mit dem hauseigenen Helikopter aus Bedminster in New Jersey zurück. Dort befindet sich sein Golf-Club.  @ Quelle: imago images/MediaPunch
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Am Samstag sei Trump mit einem Steroid behandelt worden sei, nachdem seine Sauerstoffwerte auf 93 Prozent gefallen seien. Der Präsident habe sich aber nicht außer Atem gefühlt. Wann genau der Sauerstoffgehalt im Blut absackte, sagten die Ärzte nicht. Ob auf Aufnahmen der Lunge Schäden zu erkennen seien, verrieten sie ebenfalls nicht.

Trump bekommt weiterhin Remdesivir

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Der Lungenspezialist Brian Garibaldi sagte, Trump habe eine weitere Dosis des Medikaments Remdesivir erhalten und erstmals auch das Mittel Dexamethason; Nebenwirkungen seien zunächst nicht erkennbar. Sollte Trump vom Militärkrankenhaus Walter Reed in der Nähe von Washington zurück ins Weiße Haus können, so solle auch dort seine auf fünf Tage angesetzte Behandlung mit Remdesivir fortgesetzt werden. Für den (heutigen) Sonntag sei geplant, dass Trump so viel Zeit wie möglich “außerhalb des Betts” verbringe, erklärten die Ärzte. Er sei auf und es gehe ihm gut.

Video
Trump in Videobotschaft - „Es geht mir viel besser“
1:51 min
Nach eigenem Bekunden geht es dem mit dem Coronavirus infizierten Donald Trump langsam besser.  © Reuters
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Trump selbst twitterte am Sonntagmorgen zu einem Video von Anhängern vor dem Krankenhaus: “Vielen Dank!” und setzte weitere Retweets ab. In einem Video am Vorabend hatte er erklärt, wohlauf zu sein und dass die nächsten Tage zeigen würden, wie es weitergehe. Zudem verteidigte er seine Entscheidung, trotz der Pandemie weiter Wahlkampf mit großen Menschenansammlungen zu betreiben. “Ich hatte keine andere Wahl” sagte Trump. “Ich musste vorne mit dabei sein.”

Das Video wollte Trump nach Angaben aus seinem Umfeld machen, um Aussagen seines eigenen Stabschefs, Mark Meadows, entgegenzutreten. Dieser hatte erklärt, Trump habe am Freitag eine “äußerst besorgniserregende” Phase durchgemacht. “Wir sind nach wie vor nicht auf einem klaren Pfad der vollständigen Genesung.” Auch Trumps Leibarzt Conley hatte am Samstagabend mitgeteilt, zwar sei er vorsichtig optimistisch, aber der Präsident sei “noch nicht über dem Berg”.

RND/dpa

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