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Trump zweifelt an Ginsburgs letztem Wunsch - und stellt eigene Vermutung auf

  • Wenige Tage vor ihrem Tod soll die Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg einen letzten Wunsch geäußert haben.
  • Dass sie nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist.
  • US-Präsident Donald Trump äußert nun Zweifel daran und streut ein Gerücht.
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Washington. US-Präsident Donald Trump hat Zweifel an dem letzten Wunsch der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg zu ihrer Nachfolge geäußert, den sie einem Medienbericht zufolge ihrer Enkelin diktiert haben soll. “Mein inbrünstigster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident im Amt ist”, soll Ginsburg wenige Tage vor ihrem Tod gesagt haben, wie der Rundfunksender NPR unter Berufung auf Enkelin Clara Spera berichtet hatte. Trump sagte am Montag bei Fox News, er wisse nicht, ob Ginsburg das gesagt habe oder dies von seinen demokratischen Gegenspielern im Kongress, Nancy Pelosi, Chuck Schumer und Adam Schiff, formuliert worden sei. “Ich würde eher zum Zweiten tendieren”, sagte Trump. “Vielleicht hat sie es getan, vielleicht hat sie es nicht getan.”

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Video-Blog zur US-Wahl: Epischer Machtkampf um einen Richterposten
4:03 min
Das oberste amerikanische Gericht, der Supreme Court, wird nach dem Tod von von Richerin Ruth Bader Ginsberg zum Schauplatz der tiefen Spaltung des Landes.  © RND

Die liberale Richterin war am Freitag an den Folgen einer Krebserkrankung im Alter von 87 Jahren gestorben. Um die Nachfolge ist eine Kontroverse entbrannt. Trump will am liebsten noch vor der Wahl am 3. November eine Kandidatin für den freigewordenen Posten durch den Senat bringen. Die Demokraten fordern dagegen, dass der diesjährige Wahlsieger die Nachfolge regeln soll.

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Die Nachbesetzung von Ginsburgs Posten könnte die USA einschneidend verändern. Von den neun Sitzen im Supreme Court werden jetzt nur noch drei von Liberalen gehalten. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt. Mit Entscheidungen etwa zum Recht auf Abtreibung, zur Einwanderung oder zu Bürgerrechten könnte ein deutlich konservativeres Amerika entstehen.

RND/dpa

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