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  • Trump zu Nawalny: USA haben noch keine Beweise für Vergiftung gesehen - Präsident kritisiert stattdessen Nord Stream 2

Trump über Nawalny: USA haben noch keine Beweise für Vergiftung gesehen

  • Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny kämpft noch immer in Berlin mit den Folgen seiner Vergiftung.
  • US-Präsident Donald Trump hält sich mit Kritik an Russland weiter zurück.
  • Er äußert sich dafür einmal mehr zur Gaspipeline Nord Stream 2.
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Washington. Die US-Regierung hat nach Worten von Präsident Donald Trump noch keine Beweise für eine Vergiftung von Alexej Nawalny gesehen, zweifelt aber nicht an Deutschlands Erkenntnissen. „Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Es ist tragisch, furchtbar, wir haben noch keine Beweise gesehen, aber werden es uns anschauen“, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus zum Fall des russischen Oppositionspolitikers.

Trump hielt sich mit Kritik an Moskau zurück und betonte stattdessen, er habe eine gute Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Die Bundesregierung sieht es als erwiesen an, dass Nawalny mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet wurde. Der Kreml-Kritiker war auf einem Flug in seiner Heimat plötzlich ins Koma gefallen und wird auf Drängen seiner Familie in Berlin behandelt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag, dass “die Unterrichtung unserer Partner in der Europäischen Union und der Nato” mit zu den ersten Schritten gehörte.

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Fall Nawalny: Nato fordert "internationale Antwort"
1:00 min
Nawalny war vor rund zwei Wochen auf einem Flug innerhalb Russlands zusammengebrochen und wird inzwischen in der Berliner Charité behandelt.  © Reuters
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Trump weicht aus

Auf die Frage, ob er die deutsche Angaben bezweifle, wich Trump zuerst aus. Es sei interessant, dass alle zuerst Russland erwähnten, aber zurzeit solle man mehr über China reden, weil die Dinge, die China mache, viel schlimmer seien, wenn man sich das Geschehen in der Welt ansehe.

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Trump ging dann noch einmal auf die Nowitschok-Vergiftung Nawalnys ein: “Ich wäre sehr verärgert, wenn das der Fall ist. Und es sieht so aus, als ob das sehr gut der Fall sein könnte. Davon ausgehend, was Deutschland sagt, scheint das der Fall zu sein.”

Trump erneute seine Kritik am Pipeline-Projekt Nord Stream 2. Er verstehe nicht, wieso Deutschland mit Russland Geschäfte mache und zugleich Sanktionen gegen Moskau verhänge und dann noch von den USA erwarte, militärisch gegen das Land geschützt zu werden. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Politiker, die das Projekt wegen der Vergiftung Nawalnys kritisch sehen und beenden wollen.

Die Berliner Justizverwaltung prüft inzwischen ein Rechtshilfeersuchen der russischen Behörden, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte. Über dessen Bewilligung werde nach einer Prüfung und gegebenenfalls in Absprache mit den zuständigen Bundesbehörden entschieden.

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Moskau bezweifelt, dass Nawalny vergiftet wurde, und will Informationen darüber erhalten, welche Substanz genau bei dem Oppositionellen gefunden wurde. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte deshalb in der vergangenen Woche ein Rechtshilfegesuch in Deutschland gestellt.

RND/dpa

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