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„Vorsprung auf magische Weise verschwunden“: Trump wütet gegen laufende Auszählung

  • Auf Twitter schimpft US-Präsident Donald Trump über die noch laufende Stimmenauszählung.
  • Er sät dort weiter Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl.
  • Tom Wolf, Gouverneur im hart umkämpften Staat Pennsylvania, spricht von einem “Stresstest für die Demokratie”.
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Washington. Bei der Stimmenauszählung zur US-Präsidentschaftswahl haben sich am Mittwoch leichte Vorteile für den Herausforderer Joe Biden abgezeichnet. In Wisconsin, Michigan und Nevada hatte der Kandidat der Demokraten jeweils die Nase vorn. Amtsinhaber Donald Trump zeigte sich darüber empört - sein am Dienstagabend noch bestehender Vorsprung sei in einem Bundesstaat nach dem anderen „auf magische Weise verschwunden“, schrieb der Präsident auf Twitter und zweifelt damit erneut die Legitimation der Briefwahl an. Der Internetdienst versah den Tweet erneut mit einem Warnhinweis wegen „möglicherweise irreführender“ Aussagen.

Biden bekräftigte am Mittwoch: „Wir ruhen nicht, ehe nicht jede Stimme gezählt ist.“

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In der Nacht zum Mittwoch hatte sich Trump im Weißen Haus während der laufenden Auszählung zum Sieger erklärt und angekündigt, seinen Anspruch vor das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten zu bringen. „Wir waren dabei, diese Wahl zu gewinnen“, sagte der Präsident und fügte hinzu: „Offen gesagt haben wir diese Wahl gewonnen.“ Bidens Wahlkampfteam warf Trump vor, die Auszählung rechtmäßig abgegebener Stimmen stoppen zu wollen. Das sei „empörend, beispiellos und falsch“.

Trump hatte schon im Wahlkampf Stimmung gegen die Briefwahl gemacht und Zweifel an der Rechtmäßigkeit geschürt - obwohl die Abstimmung per Post eine etablierte Form der Stimmabgabe ist. Er warnte ohne stichhaltige Beweise vor massiven Fälschungen. Hinweise auf nennenswerten Wahlbetrug gab es nicht.

Der Gouverneur im US-Staat Pennsylvania, Tom Wolf, sprach von einem „Stresstest für die Demokratie“. Er werde alles tun, um sicherzustellen, dass jede Stimme in seinem Bundesstaat gezählt werde, sagte der Politiker der Demokratischen Partei in Harrisburg. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet sagte Wolf: „Eure Stimme macht bei dieser Wahl einen Unterschied aus.“ Er werde sich gegen jeden Versuch stellen, die Wahl in Pennsylvania anzugreifen.

RND/dpa

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