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Trump will Mitschrift von Ukraine-Telefonat wohl veröffentlichen

  • Hat Donald Trump Einfluss auf die Ukraine ausgeübt, um Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden einzuleiten?
  • Bislang weigerte sich die US-Regierung, einen Mitschnitt des Telefonats mit Ukraines Präsident Selenskyj zu veröffentlichen.
  • Nach großem Druck hat Trump nun offenbar seine Meinung geändert.
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Washington. In der Kontroverse über eine mögliche Einflussnahme auf die Ukraine will US-Präsident Donald Trump die Mitschrift eines strittigen Telefonats veröffentlichen lassen. Das kündigte Trump am Dienstag auf Twitter an. Er habe angeordnet, dass am Mittwoch ein Transkript des Telefonats mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj publik gemacht werde. Die Öffentlichkeit werde dann sehen, "dass es ein sehr freundliches und absolut angemessenes Gespräch war". Er habe keinen Druck auf Selenskyj ausgeübt, versicherte Trump erneut. Die Vorwürfe gegen ihn seien nichts als eine "Hexenjagd".

Im Kern geht es um folgenden Vorwurf: Trump soll Selenskyj in einem Telefonat im Juli mehrfach aufgefordert haben, Ermittlungen einzuleiten, die dem demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden schaden könnten. Im Gegenzug soll Trump dem Ukrainer auch ein unangemessenes "Versprechen" gegeben haben - zu dessen Inhalt ist indes nichts bekannt. US-Medien berichteten, Trump habe persönlich angeordnet, der Ukraine zugesagte Hilfen in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar zunächst nicht auszuzahlen.

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Demokraten sehen darin Amtsmissbrauch

Demokraten sehen in dem Vorfall versuchte Beeinflussung der im November 2020 anstehenden Präsidentenwahl mit Hilfe einer ausländischen Regierung und möglichen Amtsmissbrauch. In ihren Reihen mehren sich die Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten. Trump wiederum wirft Biden vor, die Ukraine als Vizepräsident unter Druck gesetzt zu haben, um Korruptionsermittlungen gegen seinen Sohn Hunter Biden, einen Geschäftsmann, zu verhindern.

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RND/dpa