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Trump will General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zwingen

  • US-Präsident Donald Trump den Autobauer General Motors (GM) mit der Produktion von Beatmungsgeräten beauftragt.
  • Um das durchsetzen zu können, nutzte er ein ursprünglich für Kriegszeiten entwickelten Gesetzes.
  • Kurz zuvor hatte Trump GM über Twitter angegriffen.
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Washington. Unter Nutzung eines ursprünglich für Kriegszeiten entwickelten Gesetzes hat US-Präsident Donald Trump dem Autobauer General Motors (GM) die Produktion von Beatmungsgeräten befohlen. Das Unternehmen müsse Verträge zur Produktion von Beatmungsgeräten “akzeptieren, durchführen und priorisieren”, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Das zuständige Ministerium werde angesichts der Corona-Epidemie die Zahl der zu produzierenden Apparate festlegen. Beatmungsgeräte werden in Krankenhäusern in großer Zahl gebraucht, um an der Lungenkrankheit Covid-19 leidende Patienten zu versorgen.

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Trump verspricht 100.000 Beatmungsgeräte
1:18 min
In 100 Tagen sollen in der USA 100.000 Beatmungsgeräte hergestellt werden. Die Autohersteller General Motors und Ford sollen bei der Produktion helfen.  © Reuters

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump GM über Twitter angegriffen. Der Konzern halte sein Versprechen nicht ein, "sehr schnell" 40 000 Beatmungsgeräte zu liefern, behauptete er. Trump drohte GM damit, das für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz einzusetzen, mit dem er stärker in die Privatwirtschaft eingreifen kann. Trump hatte das Gesetz Mitte des Monats unterschrieben, bislang aber nicht angewendet.

Trump: “Glaube nicht, dass man 40.000 oder 30.000 Beatmungsgeräte braucht”

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Die Herstellung der benötigten Beatmungsgeräte gilt für branchenfremde Unternehmen als sehr komplex. Firmen wie GM beteuern, bereits auf Hochtouren an Lösungen zu arbeiten, um dem Land in der Coronavirus-Krise zu helfen. GM hatte am Freitag mitgeteilt, bald für Ventec Life Systems Beatmungsgeräte zu bauen, die ab nächstem Monat ausgeliefert werden sollen. GM beginne auch mit der Fertigung von chirurgischen Atemschutzmasken.

Trump steht wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äußerungen zur Corona-Pandemie in der Kritik. Noch am Vorabend hatte er im Sender Fox News Zweifel an einem von US-Bundesstaaten beklagten Versorgungsmangel angebracht. “Ich glaube nicht, dass man 40.000 oder 30.000 Beatmungsgeräte braucht”, sagte er in einer Talkshow.

RND/dpa

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