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„Jemand wird getötet werden“ - Wahlbeamter warnt Trump vor Hetze

  • Donald Trump kämpft noch immer juristisch gegen die verlorene Wahl - so etwa auch in Georgia, wo zum zweiten Mal ausgezählt wird.
  • Ein leitender Mitarbeiter der Wahlbehörde des US-Bundesstaates richtet nun einen eindringlichen Appell an den amtierenden US-Präsidenten.
  • “Zeigen Sie Größe, hören Sie auf. Schreiten Sie ein, sagen Sie Ihren Unterstützern: Seid nicht gewalttätig. Hört auf zu drohen”, sagte er.
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Atlanta. Ein leitender Mitarbeiter der Wahlbehörde in Georgia hat angesichts der anhaltenden Anzweiflung des Wahlergebnisses und Gewaltandrohungen gegen mit der Wahl befasste Personen einen eindringlichen Appell an den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump gerichtet.

„Zeigen Sie Größe, hören Sie auf. Schreiten Sie ein, sagen Sie Ihren Unterstützern: Seid nicht gewalttätig. Hört auf zu drohen. All das ist falsch, es ist nicht amerikanisch“, sagte Gabriel Sterling am Dienstag (Ortszeit) in Atlanta bei einer Erklärung vor der Presse.

An Trump gerichtet sagte der Beamte: „Sie haben das Recht, vor Gericht zu ziehen. Wozu Sie nicht in der Lage sind, (...) ist damit aufzuhören, Menschen dazu zu bringen, mögliche Gewalttaten zu begehen.“ Sterling warnte: „Jemand wird verletzt werden. Jemand wird angeschossen werden. Jemand wird getötet werden.“

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In Georgia läuft derzeit eine zweite Neuauszählung

Sterling verhehlte seine Fassungslosigkeit nicht und begründete seine Wut mit Drohungen, die mit der Wahl befasste Personen in dem südlichen Bundesstaat über sich ergehen lassen müssten. Trump unterlag Wahlsieger Joe Biden dort knapp. Derzeit läuft eine zweite Neuauszählung der Stimmen.

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Trump kämpft weiter gegen Wahlergebnisse
1:00 min
Donald Trump muss in wichtigen Bundesstaaten Rückschläge einstecken.  © dpa

Die Verantwortlichen erwarten aber auch diesmal keine Veränderung des Ergebnisses. Trump hat seine Wahlniederlage gegen Biden noch immer nicht eingeräumt und verbreitet nahezu täglich haltlose Behauptungen über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl, die ihn seinen Sieg gekostet hätten.

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Sterling warf Trump und Senatoren vor, dass sie Drohungen nicht verurteilten. Es gehe um Wahlen und damit um das Rückgrat der Demokratie. „Alle von Ihnen, die kein verdammtes Wort gesagt haben, haben sich mitschuldig gemacht“, sagte er. „Morddrohungen, Gewaltandrohungen, Einschüchterungen. Das ist zu viel.“

Trump äußerte sich zuletzt abfällig über den Gouverneur

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Trump und seine Vertrauten machen seit Wochen Stimmung gegen die Wahlverantwortlichen in Georgia, etwa gegen den republikanischen Staatssekretär Brad Raffensperger, der nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten hat. Trump selbst äußerte sich zuletzt abfällig über Gouverneur Brian Kemp, von dem er sich bei seinen Versuchen, das Wahlergebnis zu kippen, im Stich gelassen fühlt.

Am Dienstag forderte er ihn auf, etwas gegen das Wahlergebnis zu unternehmen. „Sie haben zugelassen, dass Ihr Staat betrogen wurde“, warf Trump seinem Parteikollegen auf Twitter vor. Er rief ihn auf, Stichwahlen um zwei Senatssitze im Januar abzublasen, deren Ergebnis die republikanische Dominanz in der wichtigen Kongresskammer brechen könnte.

RND/dpa

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