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Russische Kopfgelder auf US-Soldaten: Trump und Kreml nennen Bericht Lüge

  • Die "New York Times" enthüllt neue Details in der Affäre um angebliche russische Kopfgelder auf US-Soldaten in Afghanistan.
  • US-Beamte hätten Geldtransfers vom russischen Geheimdienst an ein mit den Taliban verbundenes Konto entdeckt.
  • Sowohl Donald Trump als auch der Kreml bezeichnen die Berichte von US-Medien als erfunden.
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Washington. US-Beamte haben einem Medienbericht zufolge größere Finanztransfers entdeckt, die im Zusammenhang mit der Affäre um angebliches russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan stehen könnten.

Es handele sich um abgefangene Daten von Überweisungen eines vom russischen Militärgeheimdienst kontrollierten Bankkontos an ein mit den Taliban verbundenes Konto, berichtete die “New York Times” am Dienstag (Ortszeit) mit Verweis auf drei ungenannte Beamte aus Geheimdienstkreisen.

Dies untermauere nach deren Ansicht die Vermutung, dass Russland heimlich Kopfgelder für die Tötung von US-Truppen in Afghanistan angeboten haben könnte.

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Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass russische Agenten militanten Islamisten der Taliban Geld für Angriffe auf US-Stellungen versprochen haben sollen. Sie beriefen sich dabei auf Geheimdienstinformationen.

Den Vorwurf, US-Präsident Trump sei über die Gefahr unterrichtet worden, wies der Nationale Sicherheitsberater Robert O’Brien zurück. Die Berichte seien von den Geheimdiensten nicht untermauert worden, deswegen habe man den Präsidenten auch nicht informiert.

Donald Trump und der Kreml bezichtigen Medien der Lüge

Der Kreml bezeichnete die Medienberichte als "Lüge". Die "größten, verehrten und hochklassigen Massenmedien der Welt hören seit Jahren nicht auf, absolute "Enten" zu verbreiten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

US-Präsident Donald Trump hat sich am Mittwochmorgen ebenfalls direkt zu den angeblichen Geheimdiensterkenntnissen über russisches Kopfgeld geäußert und die Medienberichte zurückgewiesen.

“Die Geschichte von Russlands Kopfgeld ist nur eine weitere von Fake News erfundene Geschichte, die nur erzählt wird, um mir und der Republikanischen Partei Schaden zuzufügen”, schrieb Trump auf Twitter. Trump nennt regierungskritische Medien wie die “New York Times” gerne abwertend “Fake News” (Falschnachrichten).

“Die geheime Quelle existiert möglicherweise nicht einmal, genau wie die Geschichte selbst”, twitterte Trump. Er forderte die “New York Times” auf, ihre Quellen offenzulegen. “Nur eine weitere Ente!”

RND/dpa

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