Trump spricht als erster US-Präsident vor Abtreibungsgegnern

  • Donald Trump will persönlich am March for Life in Washington teilnehmen und eine Rede halten.
  • Damit wäre er der erste US-Präsident der Geschichte, der bei der Großdemonstration vor den Abtreibungsgegnern sprechen wird.
  • Via Twitter teilte er mit: „Wir sehen uns am Freitag ... Große Menschenmenge!”
Anzeige
Anzeige

Washington. Als erster US-Präsident wird Donald Trump in Washington zu den Teilnehmern der March-for-Life-Kundgebung sprechen. Über Twitter bestätigte Trump seine Teilnahme an der 47. Auflage des Marsches am Freitag – einer jährlichen Anti-Abtreibungs-Demonstration. „Wir sehen uns am Freitag ... Große Menschenmenge“, schrieb der Präsident in seinem Post.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte Trump den Marsch unterstützt und Videobotschaften gesendet. Nun will er bei der Veranstaltung persönlich vor Ort erscheinen. Laut CNN ist es der erste Besuch eines Präsidenten in der 47-jährigen Geschichte des March for Life.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Jeanne Mancini, Präsidentin von March for Life, zeigte sich erfreut die über Ankündigung: „Wir freuen uns sehr, dass er persönlich miterlebt, wie leidenschaftlich unsere Demonstranten für das Leben und den Schutz der Ungeborenen sind“, sagte Mancini. Die Präsidentin lobte auch die Bemühungen von Trump und seiner Regierung, den rechtlichen Schutz ungeborener Kinder zu verbessern.

Abtreibung seit 1973 in den USA legal

Schon im Wahlkampf 2016 hatte Trump mit dem Thema Abtreibung versucht, Wähler zu gewinnen. Ein TV-Interview sorgte damals allerdings für Empörung. Trump sagte, Frauen in den USA sollten für Abtreibungen bestraft werden, wenn diese in den Vereinigten Staaten für illegal erklärt würden. Selbst entschiedene Abtreibungsgegner reagierten empört. Daraufhin ruderte sein Wahlkampfteam zurück.

Im vergangenen Jahr hatte sich der US-Präsident für Ausnahmefälle für Abtreibungen ausgesprochen. Er sei zwar Abtreibungsgegner, jedoch nicht bei Schwangerschaften nach Vergewaltigungen, Inzest und wenn die Gesundheit der Mutter in Gefahr ist.

Anzeige

Abtreibung ist in den USA seit 1973 legal. Das Oberste Gericht urteilte damals, dass der Staat das Recht auf Abtreibung bis zur unabhängigen Lebensfähigkeit des Fötus nicht einschränken darf.

Generell gilt ein Frühgeborenes unter 22 Wochen als nicht lebensfähig. Mehrere US-Bundesstaaten haben in den vergangenen Jahren deutlich schärfere Abtreibungsgesetze erlassen. Im März wird sich das Oberste Gericht erneut mit einem umstrittenen Gesetz in Louisiana von 2014 befassen, das Anfang 2019 vom Supreme Court blockiert wurde. Demnach hätte nur noch ein Arzt in einer einzigen Klinik in dem Staat die Berechtigung zur Abtreibung gehabt.

RND/aab

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen