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Trump kritisiert Europa: Drakonische Lockdowns halten Virus nicht auf

  • Überall in Europa verhängen die Länder derzeit Lockdowns oder Teil-Lockdowns.
  • US-Präsident Donald Trump hält davon nichts.
  • Wenige Tage vor der US-Wahl kritisierte er das Vorgehen vieler europäischer Staaten im Umgang mit dem Coronavirus.
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Newton. US-Präsident Donald Trump hat kurz vor der Wahl in den USA die Wirksamkeit strenger Alltagsbeschränkungen sowie Europas Umgang mit dem Coronavirus infrage gestellt. „Die explodierenden Fälle in Europa haben gezeigt, dass drakonische Lockdowns - das sind sie, drakonisch - das Virus nicht aufhalten“, sagte der Republikaner am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Newton im Bundesstaat Pennsylvania. „Italien war so im Lockdown - und jetzt fängt es wieder von vorne an.“

Trump: „Deutschland will mich loswerden“

Trump brüstete sich drei Tage vor dem Wahltermin am Dienstag zudem damit, dass die Übersterblichkeit in den USA 40 Prozent niedriger sei als in Europa. „Und Europa hat einen guten Job gemacht, das ist ein sehr brutales Ding. Jeder dachte, Deutschland geht es gut, gut, gut, gut. Aber es geht denen nicht gut“, sagte er. „Man sieht gerade, was da drüben abgeht, Frankreich wieder, Spanien, Italien. Uns geht es gut. Wir bekommen nur keine Anerkennung dafür.“

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Auf welche Zahlen sich Trump mit seiner Aussage berief, war unklar. Die Übersterblichkeit gibt an, wie viele Menschen in einem gewissen Zeitraum mehr gestorben sind als zu einem vergleichbaren früheren Zeitraum.

US-Wahl steht kurz bevor

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In den USA schwankt eine Vorhersage der Gesundheitsbehörde CDC zwischen rund 236 000 und 318 000 Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die USA sind ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern und haben nach Angaben der Johns Hopkins Universität mehr als 230 000 bestätigte Corona-Tote.

Das europäische Bündnis Euromomo geht von aktuell rund 223 000 durch das Virus gestorbenen Menschen in den Ländern aus, die Daten zuliefern. In der Europäischen Union leben derzeit rund 448 Millionen Menschen, nicht alle EU-Länder liefern Daten für Euromomo zu.

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Trump stellt sich am 3. November zur Wiederwahl, liegt in landesweiten Umfragen aber hinter seinem Herausforderer Joe Biden. Wegen des komplizierten Wahlsystems sind die Umfragen aber nur begrenzt aussagekräftig. Der Präsident spielt die Gefahr des Coronavirus seit Monaten herunter und wehrt sich gegen strenge Präventionsmaßnahmen in den USA.

RND/dpa

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