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Trump-Kandidat als Geheimdienstchef: Werde Informationen nicht schönfärben

  • Er soll nach Willen von Donald Trump neuer Geheimdienstkoordinator werden: John Ratcliffe.
  • Schon einmal hatte ihn der US-Präsident nominiert - damals zog er zurück.
  • Jetzt wird Ratcliffe vom Senat angehört und verspricht, sein mögliches neues Amt unpolitisch ausfüllen.
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Der von Präsident Donald Trump als neuer US-Geheimdienstkoordinator ausgewählte John Ratcliffe schließt politische Schönfärberei in seinem neuen Job aus. “Natürlich” werde er Trump auch solche Informationen geben, von denen er wisse, dass sie diesem möglicherweise nicht passten, sagte Ratcliffe am Dienstag bei seiner Anhörung im US-Senat.

Wie jemand sich die Geheimdienstinformationen wünsche, werde nie Einfluss auf die von ihm vorgetragenen Informationen haben, sagte der Republikaner aus Texas.

Sollten die Senatoren ihn bestätigen, würde Ratcliffe der Chef aller 16 Geheim- und Spionagedienste der USA. Skepsis überschattete seine Befragung: Viele Politiker befürchten, dass Trump wichtige Positionen im Geheimdienstapparat mit ihm loyalen Personen besetzen will. Der Präsident hat seit dem vergangenen Sommer mindestens sieben ranghohe Geheimdienstvertreter entlassen oder aus ihren Ämtern gedrängt.

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Ex-Botschafter Grenell kommissarischer Koordinator

Das Büro des Direktors der nationalen Geheimdienste hat aktuell keinen vom Senat bestätigten Leiter. Kommissarischer Geheimdienstkoordinator ist der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell.

Ratcliffe versprach, er werde das für ihn vorgesehene neue Amt unpolitisch ausfüllen. Er habe dies bereits als US-Staatsanwalt getan "und beide Parteien aus allem herausgehalten, was ich getan habe".

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Trump hatte Ratcliffe erstmals vor neun Monaten für den Job nominiert. Nach Zweifeln an seinen Erfahrungswerten zog Ratcliffe aber zurück. Unerwartet nominierte Trump ihn im Februar denn erneut und seine Chancen scheinen nun besser zu stehen. Dass der Senat ihn bestätigen wird, ist aber nicht sicher.

RND/AP

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